Februarmorgen – Gedankensplitter

Die Sonne legt sich auf die Schneelandschaft.
Erfüllt sie mit einem prachtvollen Strahlen.
Taucht sie in ein herrliches Licht.
Der Wind brüllt dazu.
Doch wer mag ihn hören?
Auch wenn er an der Kappe reißt.
Und an der Jacke zerrt.
Und eisig an meine Ohren fasst.
Was zählt ist das Licht.
An dem ich mich nicht satt sehen kann.
Das mich kost.
Wie ein Gruß des Frühlings.
Der irgendwo auf der Lauer liegt.
Und auf seine Chance wartet.
Und die kommt.
Ganz bestimmt…

Später wärme ich mich am Kaffee.
Reibe meine klammen Finger aneinander.
Und schließe meine Augen.
Geblendet von der Sonne.
Die wunderschöne Regenbogenflecken an die Wände wirft.
Die hin und her wandern.
Als läge eigenes Leben in ihnen.
Eine eigene Dynamik.
Je nach dem wie das Licht in die Kristalle einfällt…
Der Wind reißt an der Flagge.
Wie ein wütender Wachhund.
Auch die Bäume zittern.
Vor ihm.
Je nach Naturell.
Langsam und zurückhaltend die mächtige Fichte.
Grazil und anmutig die Birke.
Der Wind ist der Gleiche.
So wie jeder im Leben.
Auf  dasselbe Schicksal anders reagiert.
Der eine verzweifelt ob der Krise.
Der andere bleibt abwartend….

Die Sonne tut gut.
Jeder Tag ohne Sonne.
Wie ein Tag ohne Lachen.
Wie ein Tag ohne Zärtlichkeit…
Mag die Kälte noch so klirren.
Die Sonne macht alles wett.
Sie streichelt die Seele.
Und bringt sie zum Blühen.
Ein Leben ohne Sonne wäre kein Leben.
Sie heilt die Wunden.
Sie gibt neue Kraft.
Die Sonne ist die Liebe.
Wenn wir sie verlieren.
Ist ewig Dunkelheit.
Ist ewig Schatten.
Ist ewig Verlorenheit…

Ich nehme noch einen Schluck vom Kaffee.
Meine Gedanken schweifen.
Geordnet.
Ohne Groll.
Ich brauche mich nicht zu fürchten.
Ich weiß was ich will.
War nicht viel Gutes in den letzten Jahren.
Knüppel zwischen den Beinen.
Steine am Weg.
Felsen zum Überwinden.
Manchen werde ich nie verstehen.
Nicht fassbar.
Nicht greifbar.
Undurchsichtig.
Aber die Berechnung und die Falschheit.
Die werde ich ausgrenzen.
Ich lasse sie mir nicht aufzwingen.
Komme was wolle.
Ich stehe es durch…

Die Wolke vor meiner Seele.
Sie löst sich wieder auf.
Die Sonne lächelt mich an.
Und ich lächle zurück.
Ich spüre dich in ihr.
Ich fühle deine Nähe.
In der Helligkeit des Tages.
Im wolkenlosen Himmel.
Das Glück des Lebens.
Ich ahne es darin.
Und du bist Teil davon.
Ganz mächtig.
Wo die Sonne ist.
Da bist du…

Vivienne/Gedankensplitter

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