Du redest.
Wie ein Wasserfall.
Zu Wort.
Kommt bei dir keiner.
Nicht einmal.
Wenn du Luft holst.
Beim Atmen.
Kurz…
Manchmal.
Da beobachte ich dich.
Fasziniert…
Du drehst hoch.
Wie ein Motor.
Du redest.
Pausenlos.
Nichts.
Kannst du behalten.
Für dich.
Nichts.
Die Stille.
Die kennst du nicht.
Oder besser gesagt.
Du läufst davon.
Vor ihr.
Du fürchtest sie.
So scheint es.
Fast ist es.
Als würdest du reden.
Um deine Angst.
Zu bemänteln.
Die Angst vor dem Leisen.
Dem Fallen einer Stecknadel.
Etwa.
Stille.
Ein Geschenk.
In dem man sich.
Geborgen fühlt.
Fühlen kann.
Wenn man es vermag.
Du versteckst dich.
Vor ihr.
In leeren Worthülsen.
Nichtssagend.
Bedeutungslos.
Aber du kleidest dich.
In ihnen.
Und trägst sie.
Zu deinem Schutz…
Du redest.
Zu viel.
In einem Singsang.
Monoton.
Du reißt es an dich.
Das Wort.
Und gibst es nicht her.
Und doch.
Scharst du Leute um dich.
Die zuhören.
Und nicken.
Zu dem.
Was du sagst.
Unwidersprochen.
Bleibt dein Reden.
Wie denn?
Es bleibt keine Zeit.
Sich einzuklinken.
Zwischen zwei Sätze.
Von dir.
Vergebliche Hoffnung.
Vergebliche Hoffnung…
Ich schmunzle.
Wenn dich dir so zusehe.
Mit deinem Stab.
Dass man reden kann!
So viel!
Ohne zu trinken.
Mein Mund.
Er wäre wohl ganz trocken…
Du brauchst es wohl.
Im Mittelpunkt zu stehen.
Zuhörer.
Um dich geschart.
Obwohl du doch.
Nichts zu sagen hast.
Gar nichts.
Seltsam.
Denke ich mir.
Und wende mich ab.
Und denke nach.
In aller Ruhe.
Was wohl so vorgeht.
In dir.
Während du sprichst…
Vivienne/Gedankensplitter