Spätsommernacht – Gedankensplitter

Gedankensplitter
Spätsommernacht

Zwei Tassen Kaffee.
Angenehmes Prickeln im Bauch.
Zufriedenheit.
Wärme…
Die Katze liegt da.
Breit.
Die Ohren gespitzt.
Und die Nacht.
Sie geht nieder.
Auf die Stadt.
Es ist noch warm.
Und der Mond.
Er geht auf.
Kraftvoll…
Wenn er voll ist.
Geht der Sommer zu Ende.
Für dieses Jahr.
Regen.
Wolken.
Niedrige Temperaturen…
Herbst.
Herbst…

Ich bin müde.
Und entspannt.
Ein Schläfchen am Nachmittag.
Auf der Couch.
Es hat mir gut getan…
Die Katze.
Sie döst.
Ihre Flanken.
Heben und senken sich.
Regelmäßig.
Ich lehne mich zurück.
Sehe mich um.
In meinem Wohnzimmer.
Dann schließe ich die Augen.
Hier bin ich daheim.
Hier.
In dieser Straße.
In dieser Stadt.
Und ich möchte nicht weg…
Nein!
Ich verschränke die Hände.
Und ich frage mich.
Was andere Leute Sorgen haben!
Ein gestählter Körper!
Kein Gramm Fett.
Strahlend weiße Zähne.
Rasierte Körper.
Jugend…
Ich öffne die Hände.
Bescheiden.
Meine Wünsche.
Mein kleines Reich behalten.
Mehr möchte ich nicht.
Den Sommer genießen.
Hier.
Auch nächstes Jahr.
Mehr wünsche ich mir nicht.
Vom Leben…

Die Nacht.
Royalblau.
Und doch.
Kein Stern am Himmel.
Grillen.
Ihr Gezirpe füllt die Nacht…
Die Katze.
Springt auf meinen Schoß.
Und schnurrt…
Neu.
So vieles.
Und ich will nicht.
Aber mich fragt keiner.
Wie so oft.
Veränderung.
Wenn ich nicht mehr kann.
Muss ich gehen.
Es ist Zeit…
Besser meinen Weg.
Als geschickt werden.
Wohin ich nicht will…
Der Mond.
Er strahlt Milde aus.
Und doch auch Kraft.
Wenn ich nur so ruhig sein könnte…!

Vivienne/Gedankensplitter

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