Ich esse zu Abend.
Ein paar Bissen.
Nichts Großartiges.
Wie so oft.
Nicht unbedingt gesund.
Aber es stillt den Hunger…
Ich habe die Betten neu bezogen.
Vorhin erst.
Und die Katze.
Sie will auch noch etwas in ihr Schüsselchen.
So lebe ich.
Beschaulich fast.
So scheint mein Leben.
Aber das ist es nicht.
Nicht so.
Wie man meinen möchte…
Angst.
Sie plagt mich oft.
Angst um meine Lieben.
Teuer und kostbar.
Angst um mein kleines Reich.
So bescheiden.
Und gar nicht luxuriös.
Aber alles.
Das ich habe.
Mein Ein und Alles…
Das Leben.
Bisweilen scheint es wie ein Fluss.
Wie die Donau.
Wenn ich an ihrem Ufer stehe.
Und in die Fluten blicke
Sie hat viele Gesichter.
Die Donau.
Und wie das Leben.
Ist nicht jedes Gesicht freundlich…
Manchmal wühlt der Wind in den Wellen.
Bedeckt sie mit Schaumkronen…
Und ganz versteckt.
Die Stromschnellen.
Fast unkenntlich.
Mit kalter Hand.
Packen sie den Schwimmer.
Und ziehen ihn nach unten…
Mich haben sie auch gepackt.
Die Stromschnellen.
Und sie wirbeln mich durcheinander.
Kaum.
Dass ich Halt finde.
Mich zu wehren.
Nach unten gezogen zu werden…
Manchmal.
Da bin ich traurig.
Dass es nicht ruhiger wird.
In meinem Leben.
Dass ich nicht ausspannen kann.
Dass ich kämpfen muss.
Um mein Glück.
Das.
Was ich Glück nenne.
Gefällt manchen nicht.
Aber ich lasse mich nicht retten.
In ein Leben.
Das mir nicht behagt…
Die Sonne.
Sie scheint mir selten.
Viel öfter verdecken sie Wolken.
Und es ist nicht immer der Regen.
Der über mein Gesicht läuft…
Nein.
Nicht nur Regen…
Mag sein.
Dass ich immer schon.
Zu viel tolerierte.
Mir zu viel gefallen ließ.
Und nun…
Nun nimmt mich keiner ernst.
Und meine Wünsche.
Meine Würde.
Meinen Stolz…
Ich räume den Teller weg.
Und das Besteck.
Mag sein.
Aber ich nehme es nicht mehr hin…
Vivienne/Gedankensplitter