Befreiung – Gedankensplitter

Hab mich befreit, befreit von ihm,
aus einem Leben ohne Sinn.
Ich war so leer, so ausgelaugt.
Und mein Gemüt – so ganz verstaubt.

Ich fühl’ mich besser, nach und nach.
Kann auch schon sein, dass ich mal lach’.
Und ich begreif, was da geschah
mit mir, was ich so lang nicht sah…

Ich war gefangen, ganz in ihm.
Ich war gefangen, wenn ich mich besinn.
Ich glaubte, ohne ihn nicht mehr zu können.
Dabei sollte ich ihn doch kennen!

Er war nicht gut, zu keiner Frau,
und doch hab’ ich ihm so vertraut.
Ich liebte ihn, ich war vernarrt
Hab fast lebendig mich verscharrt

im Glauben, er würd’ sich für mich ändern…
Dabei gibt’s so viel bess’re Männer!
Es tat so weh den Schritt zu tun…
Doch fühl ich mich schon besser, nun.

Die Härte, sie hat mich verlassen.
Ich kann nicht mehr mit Inbrunst hassen.
Keinen Menschen, auch nicht ihn.
Mir steht nach anderem der Sinn…

Ich zieh mich so ganz anders an.
Ich weiß, wie ich gefallen kann.
Fühl mich wieder jung und schön.
Es freut mich wieder fortzugeh’n.

Ich sehe mir andere Männer an,
die ich mit ihm vergleichen kann.
Der Typ da vorn gefällt mir schon…
Ob sich für mich ein Flirt wohl lohnt?

Ich lache wieder, und ganz befreit.
Ich ging von ihm zur rechten Zeit.
Ich spür, das Glück pulsiert in mir!
Die Befreiung, die ich deutlich spür’,

sie hat mich wieder jung gemacht!
Die Selbstliebe, sie küsst mich sacht
und streichelt zärtlich meine Seele…
Ich hab sie hinter mir, die Hölle!

Ich lieb’ mich selbst, geb’ auf mich Acht.
Ich hab’ nicht mehr an ihn gedacht.
Ich kann jetzt sehen, und war so blind!
Es gibt ein Leben – ohne ihn!

Für T. R. …

Vivienne

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