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26.09.2005, © Vivienne
Herbstgedicht
Nebel hängt den Tag hinein.
Ich vermiss den Sonnenschein
weil dieses Grau mich so bedrückt.
Davon bin ich nicht entzückt.
Wenn ich durch den Wald spazier,
erschreck ich manches kleine Tier,
Geäst knackt unter meinen Füßen,
es riecht nach Pilzen und nach Nüssen.
Kastanien find ich weiter vorn,
mit Schalen grün und spitzem Dorn.
Ich steck ein paar mir in die Tasche,
weil ich sie nicht gern liegen lasse.
Bunte Blätter von den Bäumen,
Blätter, die den Weg mir säumen.
Natur zeigt ihre letzte Pracht,
wenn sie aus diesen Blättern lacht.
Ich kämpf mich weiter durch den Wald.
Find ich die Sonne nicht doch bald?
Lass all die Bäume hinter mir,
und schließlich scheint sie über mir.
Doch nicht wie im Sommer strahlend schön,
sie wirkt fast schüchtern anzusehen.
Der Himmel kennt kein rechtes Blau,
ich kenne diese Zeit genau.
Der Nebel hüllt vermehrt uns ein,
bald wird er noch viel stärker sein.
Die Bäume grüßen bald schon kahl,
wie tot, und das dann überall.
Auch der Herbst gehört zum Leben,
der Natur bekanntes Wesen.
Natur erwacht, und blüht und stirbt,
auf dass geweckt sie wieder wird
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