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07.10.2005, © Vivienne

Kennst du mich überhaupt? 

Wir denken oft anders,
die Meinung geteilt.
Es kann schon passieren,
dass ein Wort mir enteilt.

Dass ich öfter heftig,
viel mehr als ich will.
Und du starrst mich an,
ganz wütend doch still.

Ja, ich bin die Laute,
du sagst selten ein Wort.
doch in dir brodelt’s heftig.
Ich fühl, wie’s rumort.

Und oft geht ein Streit los,
weil du nicht erkennst:
ich klebe nicht zu Hause,
nein, das stinkt mir längst.

Auch ich habe Freunde.
Genauso wie du.
Doch triffst du sie häufig,
mir gestehst du’s nicht zu.

Ich müsst’ nicht nur fragen,
du schreibst mir gern vor:
weil du es nicht möchtest,
schiebst den Riegel du vor.

Doch nicht mehr mit mir, Schatz!
Das wird mir zu viel.
Du bist sehr egoistisch,
und du trittst mein Gefühl!

Sag, kennst du mich denn?
Ungestüm frag ich das.
Lässt du mir meinen Freiraum?
Bedeut’ ich dir was?

Nein, da bin ich sicher!
Du liebst nur dich selbst.
Pflegst nur dein Gehabe,
mit dem du mich quälst.

Eifersucht lebst du,
und hart kannst du sein.
Schwörst mir deine Liebe,
und machst mich ganz klein.

Ein Bild von mir pflegst du,
dass ich nie sein kann.
Du negierst, wie ich wirklich –
Und du bist mein Mann?

Die Frau deiner Träume,
kann ich gar nicht sein.
Ich muss leider einsehen:
Besser leb ich allein!

Such dir lieber eine,
die sich gerne dir fügt.
Ich bin nicht die Deine –
Weil mir das nicht genügt!

Vivienne/Gedankensplitter

 

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