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14.07.2005, © Vivienne

kleine philosophie

 die liebe wirklich oft gesucht,
von liebe nie verwöhnt,
bin ich allein geblieben.
und angst in mir laut dröhnt

wo bist du, lang erwartet?
hab’ ich dich oft gesucht
und konnte dich nicht finden,
bin ich denn gar verflucht?

wenn ich die liebe sähe,
wie kenne ich sie dann?
die straßen voll mit menschen –
wo wäre dieser mann?

ist es nicht völlig anders?
geht nicht um einen mann?
kann liebe doch erst finden,
wer selbst sich lieben kann.

der mensch, er hasst sich selber,
er tut sich selber weh,
zerstört sich selbst das leben,
und kann das nicht versteh’n.

das ist mein großer fehler,
ich liebte manchen nicht,
die mich mal gerne wollte,
zum teil aus falscher sicht.

ich gehe wieder weiter,
bin träge, ohne kraft,
ich weiß nicht, was ich tun soll,
das leb’n hat mich geschafft.

bin keine vierzig jahre,
und fühl mich doch so alt,
ich kann nur immer fragen:
wird sich was ändern – bald?

in einem sumpf versunken,
fühl ich mich flügellahm,
kann ich dem je entfliehen?
wann fängt mein leben an?

Doch was mir da bewusst wird,
erscheint mir völlig klar,
mein leben fängt tagtäglich an!
der Satz ist völlig wahr.

mit jedem neuen morgen,
lebt meine chance neu.
Ich lass mich nicht mehr gehen:
Oh nein: ich bin bereit!

Vivienne/Gedankensplitter

 

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