
Der Saphir ist genau genommen eine Variation des Minerals Korund, und zwar durch Eisen oder Titanoxid gefärbt. Er kommt nicht nur in vielen Varianten der Farbe Blau vor, wie irrtümlich oft angenommen wird, sondern in allen Farben außer Rot. Alle roten Korunde werden nämlich den Rubinen zugeordnet. Erst vor etwa 200 Jahren fand man heraus, dass beide Edelsteine, der Saphir wie der Rubin, Abarten des Korunds sind. Bis dahin verband man mit dem Begriff Saphir nur blaue Edelsteine. Im Mittelalter allerdings war mit dem Namen Safir noch der heute als Lapislazuli bekannte blaue Stein gemeint.
Der Name Saphir kommt, wie so oft bei Edelsteinen, aus dem Griechischen (griech. sappheiros) und heißt nichts anderes wie blauer Stein. Allerdings vermutet man heute, dass mit diesem Begriff wahrscheinlich Bezug genommen wurde auf ein asiatisches Fremdwort, dessen Ursprung heute nicht mehr bekannt ist. Wie eingangs schon erwähnt umfasst dieser Begriff alle Farben außer Rot. Wenn von einem Saphir ohne jedes Beiwort gesprochen wird, ist daher immer nur der blaue Saphir gemeint. Andere Farbvarianten müssen stets mit einer vorangestellten Farbbezeichnung näher definiert werden, etwa als gelber oder grüner Saphir.
Eine genauere Unterteilung zwischen Saphir und Rubin existiert allerdings nicht. Lichtrote oder rosarote Steine werden automatisch zu den Saphiren gerechnet. Das liegt daran, weil sie damit eine höhere Wertstellung genießen als beim Rubin. Am begehrtesten unter den Saphiren sind jene in sattem Königsblau oder in Kornblumenblau. Auch der Padparadscha, dessen Bezeichnung aus dem Singhalesischen kommt (bedeutet vermutlich Lotosblume oder auch Morgenblüte), ist wegen seiner sehr seltenen Farbstellung begehrt. In den Saphir eingelagerte Rutilnadeln, Haarrisse oder feinste Kanäle bewirken einen seidigen Glanz des Steines, bei parallel gearteter Lagerung sogar Katzenaugeneffekt.
Der Saphir wird fast nur auf alluvialen Lagerstätten gewonnen. Das heißt, Muttergesteine sind dolomitisierte Marmore, Basalt und Pegmatite. Der Saphir ist außerdem weiter verbreitet und in größeren Mengen abbaubar als der Rubin. Die wichtigsten Fundstellen befinden sich heute in Sri Lanka, Thailand und Australien. Als Begleitmineralien trifft man oft auf Rubine, Spinelle, farbige Quarze aber auch Topase oder Granate. Die Gewinnungsmethoden sind nach wie vor sehr einfach. Zuletzt kamen immer öfter schöne blaue Saphire aus Thailand und Sri Lanka auf den Markt, die ihre seltene Farbgebung einer Spezialbehandlung verdanken. Durch Brennen bei Temperaturen von über 15500° C können nämlich undurchsichtige weiße Saphire alle möglichen blauen Farbtöne annehmen. Dieser Vorgang wird meistens in den Fundländern selber vorgenommen. Erkennungsmerkmale dieser gebrannten Saphire sind feinste Spannungsrisse, die entstehen, wenn sie zu schnell abgekühlt wurden. Nur der Fachmann kann hier ein eindeutiges Urteil fällen.
Der Saphir wird als Monatsstein dem September zugeordnet. Er soll Seelenfrieden, Klugheit und Treue vermitteln.
Der Saphir soll seinen Träger auch zu Gott führen bzw. soll er ihm über den Glauben das Herz öffnen. Gott soll dabei als positive Energie von Gerechtigkeit und Güte wahrgenommen werden. In einem nicht immer leichten Lernprozess soll uns vermittelt werden, dass Gott in uns allen lebt. Verschiedene Farben haben dabei eine unterschiedliche Bedeutung. Die Farbe Blau sorgt für Klarheit und Wahrheit – Prozesse die immer heilsam sind, auch wenn die Erkenntnis anfangs schmerzt. Blauer Saphir ist immer ein Ausdruck für Vollkommenheit.
Der Saphir ist auch der Stein schlechthin für die mentale Reinigung und Regeneration – ein Sinnbild der Weisheit. Er gilt als exzellenter Meditationsstein und hilft uns in Situationen, die große Veränderungen mit sich bringen.
Ein blauer Saphir wird üblicherweise auf dem Kehl-Chakra eingesetzt, wo er Blockaden löst, die von verdrängten Erlebnissen herrühren.
In der Heilkunde ist der Saphir bei Asthma, Gicht, Rheuma sowie Magen- oder Nervenschmerzen sehr hilfreich.
Vivienne