Der unmögliche Traum – Gedankensplitter

Ich träum den Traum von dir und mir,
doch du träumst immer noch von ihr.
Was hat sie denn, das ich nicht habe?
Ich schreie sie lauthals, meine Klage.

Weißt du denn, was du mir da tust?
In meinem Innern tobt sie, diese Lust,
die du niemals erfüllen möchtest,
weil dein Begehr nach ihr du richtest.

Ich gebe ja zu, sie ist ein hübsches Mädel
und wie sie sich anzieht, ist ganz edel.
In engen Jeans kann sie gut punkten,
das streut noch Salz in meine Wunden!

Ist das wirklich alles, was du willst?
Während du mit meiner Liebe spielst,
und mich benutzt und mich betörst,
und mir doch Liebe ganz verwehrst!

Ich bin nicht schön, ich bin halt ich,
aber dafür lieb voll Herz ich dich.
Ich biet’ ihn dir an, meinen Intellekt,
aber dafür zollst du mir nur Respekt.

Dabei träume ich, fast jede Nacht,
was du mit dieser Frau nur machst,
sie darf dich haben, ich bin allein,
und darf nur – eine Freundin von dir sein,

mit der du redest, lachst und scherzt.
Doch sonst hast du für mich kein Herz.
Ich hör dir zu bei deinen Sorgen,
leiblich soll aber sie es dir besorgen.

Dabei sehe ich tief in dich hinein,
ich weiß, du kannst so verletzbar sein,
so verträumt, so zärtlich, und voll Gefühl,
Ich wär’ für dich da, wenn du es willst,

aber träumen möchte ich nicht mehr!
Wenn du nicht willst, dann bitte sehr,
verzicht auf Freundschaft und Gespräche!
Es ist nicht so, dass ich mich räche,

aber ich lass’ mich jetzt nicht mehr quälen!
Was nutzt’s, dass wir zwei verwandte Seelen,
ich will dich, und zwar mit Haut und Haar!
Doch dieser Wunsch, er wird nicht wahr!

Drum meid’ ich dich, ich will nicht leiden,
ich will nur Ärgeres noch vermeiden!
Vergnüg’ dich mit ihr, du wirst schon seh’n,
so richtig wird sie dich nie versteh’n!

Und ich werd’ mir jemand anderen finden!
Lass gut sein, aber ich werd’ jetzt verschwinden
aus deinem Leben – werde mit ihr glücklich!
Aber ich bin ab heute mit dir fertig!

Mein Traum, ich habe ihn ausgeträumt!
Mein Leben fast durch dich versäumt!
Du schüttelst den Kopf und siehst mich an,
weil du es mir nicht glauben kannst?

Verzeih, aber kein Wort mehr der Diskussion.
Ich sagte es dir doch viel öfter schon.
Es war nur Qual, auf dich zu hoffen und zu bau’n!
Ich fang’ jetzt an auf mich zu schau’n!

März 2002

Vivienne/Gedankensplitter

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