Abgründe.
Die Einsamkeit frisst mich.
Wie ein bösartiges Geschwür.
Ich spüre nur Schmerz.
Möchte ihn hinausschreien.
Während meine Tränen fließen.
Kann ich so weiterleben?
Ich kann es nicht mehr ertragen!
Meine Gedanken beherrschen mich.
Zwingen mich zu Boden.
In ein enges Verließ.
Wer liebt mich denn?
Wer?
Wer nimmt mich an?
So wie ich bin?
Wer hält mich?
Wenn ich mich nach Geborgenheit sehne?
Wer tröstet mich?
Wer trocknet meine Tränen?
Ich möchte nicht mehr sein.
Nicht mehr existieren.
Zu denken aufhören…
Eins werden mit dem Nichts…
Ich schluchze.
Ich kann nicht mehr aufhören.
Und trotzdem höre ich diese Stimme.
Ganz leise.
Sanft und milde klingt sie.
Ich halte inne.
Einen Moment.
Da ist sie wieder.
Ich sehe mich um.
Hier ist doch niemand?
Aber die Stimme ist nun lauter geworden.
Ich verstehe sie.
Jedes Wort…
Wer liebt dich, wenn du dich nicht liebst?
Wer nimmt dich an, wenn nicht du selbst?
Mit allen Ecken und Kanten?
Mit Fehlern?
Du bist Mensch.
Du darfst Fehler machen.
Ohne dich dafür geißeln zu müssen.
Und wenn du auch allein bist.
Momentan.
Kann dir das Trost sein.
Und Hilfe.
Wenn du traurig bist.
Denk nicht ans Sterben.
Denk ans Leben.
Wenn du lebst, findet sich auch die Liebe.
Ganz bestimmt…
Ich habe zu weinen aufgehört.
Und blicke mich um.
Ich kann noch immer niemanden sehen.
Und da merke ich erst:
Die Stimme kommt aus mir…
September/Oktober 2004
Vivienne/Gedankensplitter