Sie hatten sich gesehen.
Jeden Morgen.
Fast.
Er.
Gestandener Mann.
Ende Vierzig.
Und die alte Dame.
Klein und zart.
Mit ihren weißen Haaren.
Und dem Gehstock.
Sie hatte ihn angelächelt.
Jedes Mal.
Und gegrüßt.
Und dieses Lächeln.
Hatte er mitgenommen.
In die Firma.
Den ganzen Tag.
Hatte es ihn.
Begleitet.
Und ihm.
Gute Laune bereitet.
Immer wieder…
Per Zufall.
Hatten sie sich.
Kennen gelernt.
Die alte Dame.
Hatte ihr Handy.
Verloren.
Er.
Hatte es gefunden.
Und so hatte.
Diese Freundschaft.
Ihren Ausgang genommen…
Manchmal.
Da brachte sie ihm.
Kuchen.
Oder Kekse.
Und er wiederum.
Lud sie.
Auf einen Kaffee ein.
Aus der.
Espressomaschine…
Er gestand sich ein.
Dass er selten.
So entspannt war.
Wie dann.
Wenn die alte Lady.
Bei ihm war.
Sie war weise.
Und hatte.
Viel erlebt.
Einmal.
Da gestand sie ihm.
Und es war ihr.
Peinlich.
Dass sie früher.
Eine Prostituierte.
Gewesen war.
Durch widrige Umstände.
Einer der Kunden.
Hatte sie.
Geheiratet.
Und so.
War sie.
Dem Milieu entflohen…
Er.
Hatte schmunzeln müssen.
Diese Damen.
Waren ihm…
Auch nicht fremd.
Sie musste einmal.
Hübsch.
Gewesen sein.
Und war es noch.
Eine gewisse Anmut.
Konnte man ihr.
Nicht absprechen…
Und heute Morgen.
War er durcheinander.
Die Nachbarn.
Hatten ihm erzählt.
Die alte Dame.
Läge ihm Spital.
Weil sie.
Gestürzt war…
Schon seltsam.
Dass er.
Dauernd.
Daran denken musste.
Wie es ihr ging…
Und ob sie.
Bald wieder.
Vor der Tür.
Stehen würde.
Um ihn zu grüßen…
Vivienne/Gedankensplitter