Einmal
möchte ich all das tun,
von dem ich sonst nur träume.
Das ich mich nicht traue,
und nachdem ich mich trotzdem sehne.
Verstohlen.
Heimlich.
In Verborgenen.
Einmal lieben,
bis zur letzten Konsequenz.
Nicht darüber nachdenken,
was sein könnte,
was nicht sein könnte,
was alles möglich ist…
Einmal
möchte ich lieben
Und alle Grenzen dabei sprengen,
möchte einen Fluss der Leidenschaft entfachen,
der alles niederreißt,
was mich bisher hinderte,
Mensch zu sein,
Frau zu sein,
das Leben auskosten,
als wäre es morgen vorbei.
Ich sein,
wie ich immer träumte zu sein,
keinen Moment darüber nachzudenken,
was die anderen sagen…
Einmal
möchte ich nackt sein
in einem tosenden Sturm,
gefangen,
geborgen,
erhellt.
Der Sturm bist du.
Und du lässt mich nicht mehr los,
ich gehöre dir,
ich bin in dir gefangen
und befreit zugleich,
Geliebte und Beschützte,
und lebe all das aus,
das bisher an mir vorbei lief,
das ich mich nicht würdig fühlte.
Wohl erzogen,
immer vernünftig,
immer angepasst.
Ich traute mich nicht,
nach mehr zu verlangen,
ich wagte es nicht,
dem Leben mehr abzufordern…
Einmal
ist jetzt.
Einmal
bist du.
Einmal
hast du mir eröffnet…
Endlich.
Vivienne/Gedankensplitter