Geborgtes Glück – Gedankensplitter

Hilde schluchzte.
Als der Chor.
In der Kirche…
Einsetzte…
Ihr Sohn…
Hielt ihre Hand.
Er war jetzt…
Ihre größte Stütze.
Jetzt.
Wo ihr Mann…
Nach langer Krankheit…
Verstorben war…
Die letzten Wochen…
Und Monate…
Waren…
Nicht leicht gewesen…
Nicht für sie…
Nicht für die Kinder…
Aber selbst ihr Mann…
Hatte seinen…
Unerschütterlichen Humor…
Nicht verloren…
Angesichts des Todes…
Ein tückischer Tumor…
Lange unentdeckt…
Und nach der Diagnose…
War ihnen…
Nicht mehr…
Viel Zeit geblieben…

Schon klar.
Gregor war…
Fast 20 Jahre…
Älter gewesen…
Als sie…
Er war schon…
Ein paar Jahre…
In Pension gewesen…
Während sie…
Noch voll!
Im Berufsleben stand…
Im Hinterkopf…
War ihr immer…
Bewusst gewesen…
Dass sie wohl…
Nicht viel Zeit…
Gemeinsam…
Im Ruhestand…
Genießen würden…
Aber dass der Tod…
So schnell…
Nach Gregor…
Greifen würde…
Hatte sie nicht…
Erwartet…
Und er wohl…
Selber auch nicht…
Für den Sommer…
Hatten sie noch…
Einen Urlaub….
Im Griechenland…
Geplant gehabt…
Von langer Hand…
Spätestens…
Im Herbst…
War ihr klar gewesen…
Dass es nicht mehr…
Dazu…
Kommen würde…

War das fair?
Lange Zeit…
Hatten sie sich…
Keinen großen Urlaub…
Leisten können…
Weil das Haus…
Abzuzahlen war…
Nur Campen…
Oder Radfahren…
Im Salzkammergut…
Letztes Jahr…
Waren sie endlich…
Schuldenfrei gewesen…
Und hatten wieder…
Mehr…
An sich…
Denken können…
Hilde schnäuzte sich.
Wischte die Tränen weg…
Wie hatte…
Ihre Schwester gemeint…
Bei der Nachricht…
Des Todes?
Alles Glück…
Ist nur geborgt.
Man weiß nie.
Wann man es…
Zurückgeben muss…
Sie hatte recht.
Hundertprozentig.
Das war ihr…
In den…
Schlaflosen Nächten…
Vor dem Begräbnis…
Klar geworden…
Man wusste nie…
Wann Zahltag war…
Und das…
War wohl auch…
Ein Segen!

Vivienne/Gedankensplitter

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