Genug der Lügen! – Gedankensplitter

Ich würde dir so gerne glauben.
Noch einmal.
Trotz all der Enttäuschungen.
Trotz deiner leeren Versprechungen.
Und Lügen…
Ich würde dir gerne noch einmal glauben.
Einmal noch.
Und hoffen, dass alles besser wird.
Dass diesmal alles wahr wird.
Deine Worte nicht Schall und Rauch sind.
Aber ich kann nicht.
Du lachst mich an.
Wie früher.
Dein Lächeln kann noch immer ansteckend sein.
Aber in deinen Augen…
Ich lese die Lüge.
Fast, als stünde sie dort geschrieben.
Wort um Wort.
Du lügst.
Wie fast jedes Mal.
Du lügst.
Und du glaubst selber schon daran.
Aber mein Lieber…
Ich glaube dir nicht mehr.
Mir fehlt die Kraft dir zu glauben.
Weil ich damit nur mich selbst belügen würde…

Du redest weiter.
Heute bist du wieder groß in Fahrt.
Du übertriffst dich selbst.
Man sieht die Bilder schon aufsteigen.
Die du beredt zeichnest.
Und dein Gesicht strahlt.
Dein breites Lächeln…
Früher fand ich es unwiderstehlich.
Heute blicke ich dahinter.
Und mir gefällt nicht, was ich dort sehe…
Deine Hände zeichnen große Gesten in die Luft.
Als wolltest du die Götter beschwören.
Als wolltest du mich beschwören…
Gib dir keine Mühe mehr.
Ich habe genug.
Und vor allem auch kein Geld mehr.
Zumindest keines für dich.
Gib dir keine Mühe.
Ich falle nicht mehr auf dich hinein.
Ich glaube:
Du musst dir eine andere suchen!

Dein Lächeln bricht ab.
Unvermittelt.
Erstaunen.
In deinen Augen.
In deinem Blick.
Dann beginnst du noch einmal zu reden.
Du stotterst fast dabei.
Holprig wirkt deine Sprache auf einmal.
So verunsichert bist du wegen meiner Worte.
Aber ich schüttle den Kopf.
Ich stehe auf.
Nicke dir zu.
Und gehe zum Ausgang.
Ich fühle wie du mir nachstarrst.
Ich spüre deine negativen Gedanken.
Wie Steine, die du mir nachwirfst…
Aber du sagst nichts.
Du rufst mir nicht nach.
Ich denke, du hast begriffen:
Diesmal narrst du mich nicht mehr!
Ich fühle mich müde.
Und mein Kopf schmerzt.
Ich werde dich nicht wieder sehen.
Nie mehr!

Warum nur tut es weh?

Vivienne/Gedankensplitter

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