Jetzt heißt es warten… – Tagaus, tagein…

Nach 20:00 Uhr.
Bin ich in Wilhering.
Die Rettung…
Transportiert den Schwager.
Und den Ältesten.
Ins Krankenhaus.
Ich muss…
Dem behinderten Bruder…
Eine neue Windel…
Anlegen.
Keine appetitliche Arbeit…
Auch das Bett…
Ist frisch…
Zu beziehen.
Der Schwager ruft.
In der Zwischenzeit…
Einmal an.
Jede Bewegung schmerzt ihn.
Er liegt…
Auf derselben Station.
Wie unsere Mutter…
Vor so vielen Jahren.
Als sie…
Den Oberschenkel…
Gebrochen hatte…
Ist mittlerweile…
Auch zwölf Jahre her…
Beinahe…
Ich melde mich…
Bei meinem Bruder.
Auch er steht.
Ganz!
Unter Schock!
Wie wird das…
Nur werden?
Selbst wenn der Schwager…
Bald.
Nach Hause kommt.
Er kann nicht…
Auto fahren…
Er kann seinen Bruder…
Nicht versorgen…
Und ich selber…
Habe nun morgen frei.
Aber wie wird es…
Weiter gehen?

Ich bin ziemlich…
Angespannt.
Schlafen…
Werde ich wohl.
Nicht wirklich…
Können.
Und meinem Bruder…
Geht es ähnlich.
Diese Woche…
Hat er noch Urlaub.
Alles!
Ist fraglich geworden…
Alles…
Mir wird schlecht.
Speiübel.
Nur Bruno, der Hund.
Ist unbeeindruckt.
Freudig!
Hat er mich empfangen.
Sein Futter…
Gefressen.
Er ist zufrieden.
Dass ich da bin…
Das genügt!

Genügt das wirklich?
Ich denke an…
Lily und Cherie.
Was nun….
In ihnen vorgeht?
So!
War das nicht geplant.
Und den Arzttermin…
Am Freitag…
Den werde ich…
Absagen.
Notgedrungen.
Momentan…
Weiß ich weder…
Wie ich heimkomme.
Noch nach Linz.
Die Ungewissheit…
Quält mich.
Kommt der Schwager…
Diesen Abend noch?
Ruft er gleich an?
Wie es ihm geht?
Die Ungewissheit…
Ist eine schwere Bürde.
Schwerer…
Als jede…
Noch so unangenehme…
Diagnose.
Zumindest…
Kann man dann…
Maßnahmen setzen…
Der Brechreiz hat sich…
Ein wenig…
Gebessert.
Ob ich noch…
Einen Kaffee trinken…
Kann…
Soll…
Darf…?

Vivienne/Tagaus, tagein…

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