Manchmal träume ich davon
ein Schmetterling zu sein.
Leicht und unbeschwert.
In der warmen Sommersonne
unter einem blauen Himmel.
Keine Sorgen.
Keine Wolken.
Nur Leichtigkeit.
Prachtvolle Farben und herrliche Düfte um mich.
Meine Welt ist grenzenlos.
Manchmal träume ich davon.
Doch die Realität sieht anders aus.
Der Alltag ist grau.
Der Winter umfasst mich,
grimmig kalt.
Und ich friere.
Auch wenn ich im warmen Wohnzimmer sitze.
Die Kälte in mir,
sie ist schlimmer als die Kälte um mich.
Ich bin allein,
und das ist furchtbarer als alles andere…
Manchmal träume ich:
Ich könnte alles ändern,
wenn ich nur wollte.
Weil ich es mir wünsche.
Kraft meines Geistes.
Manchmal möchte ich aufstehen,
und die Mauern um mich umreißen.
Aus dem Grau entfliehen.
Und mein Leben neu beginnen.
Manchmal.
Doch dann fehlt mir die Kraft
einfach nur aufzustehen…
Dann träume ich wieder
Vom Sommer.
Und von einem grenzenlosen Leben.
Doch je öfter ich träume,
desto mehr schmerzt mich der Traum.
Weil er nie wahr werden wird.
Weil ich dasitze,
und doch nichts ändern kann.
Weil ein Traum
nie das wahre Leben ersetzt.
Die Kälte frisst mich,
unbarmherzig.
Und manchmal wünsche ich mir,
ich würde nie mehr aufwachen…
Vivienne/Gedankensplitter