Nacht der Sorge – Gedankensplitter

Krachend.
Hatte der Wind.
Das Fenster…
Zugeschlagen.
Die brennende Kerze.
Die auf dem Tisch…
Gestanden hatte…
Wurde.
Vom Luftzug…
Ausgelöscht.
Claudia schreckte hoch.
Jetzt war sie…
Doch eingeschlafen…
Zumindest…
Für ein paar Momente…
Sie stand auf.
Schloss das Fenster.
Und zündete…
Die Kerze…
Wieder an…
Sie musste an…
Martin denken.
Ihren Mann…
Der im Spital lag…
Auf der…
Intensivstation…
Seit gestern Abend…
Niedergestoßen…
Von einem…
Betrunkenen Autofahrer…
Der noch dazu…
Fahrerflucht…
Begehen wollte…

Martin hatte einfach…
Pech gehabt.
Zur falschen Zeit…
Am falschen Ort…
Und nun rang er…
Mit dem Tod.
Die Ärzte…
Konnten ihr…
Nicht versprechen…
Dass er es…
Schaffen würde…
Tränenüberströmt…
War sie…
Heimgefahren…
Mit einem Taxi…
Daheim…
Hatte sie…
Ein Glas Rotwein…
Getrunken…
Dann hatte sie…
Mit zitternden Händen…
Die Kerze angezündet…
Und das Fenster…
Geöffnet…
Die kühle Luft…
Hatte ihr gut getan…
Die Gedanken ordnen…
Ein wenig runterkommen…
Beten…
Beten…
Dass ihr Gott…
Ihren Mann…
Nicht nehmen würde…
Nicht den Kindern…
Den Vater…
Mein Gott…
Ein Leben…
Ohne Martin?
Nicht vorstellbar!
Nicht real!

Automatisch.
Hatte sie.
Am Smartphone…
Kontrolliert.
Ob man angerufen hatte…
Während sie schlief…
Immerhin…
War es noch…
Auf lautlos geschaltet…
Aber kein Anruf…
Keine Nachricht…
Claudia blickte.
Auf die Uhr…
Nach 2:00 Uhr…
Ein wenig schlafen…
Und gleich…
In der Früh…
Ins Krankenhaus…
Fahren…
Mit den Ärzten…
Reden…
Und schauen…
Wie es ihm ging…
Ob er noch lebte…
Claudia ging…
Ins Schlafzimmer…
Ein wenig hinlegen…
Die Kerze stellte sie…
Auf das Nachtkästchen…
Sie hatte Angst…
Riesige Angst…
Um Martin…
Aber…
Sie brauchte auch Ruhe.
Ein paar Stunden…
Nur…

Vivienne/Gedankensplitter

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