Neue Bohnen Zeitung

 


Freundschaft

Es tut gut mit dir zu reden.
Ich wusste das sehr schnell.
Was heißt wusste.
Ich spürte es.
Dass ich dich mag.
Ja.
Dass ich mich durchaus angezogen fühle von dir.
Auf eine angenehme Art.
Eine sanfte Art.
Was hast du mich umhätschelt als ich anfing!
Richtig liebvoll.
Man muss dich mögen.
Praktisch denkend.
Und doch so einfühlsam.
Du stehst mitten im Leben.
Mit der gesunden Portion an Egoismus.
Aber auch an Wurschtigkeit.
Ich bewundere dich oft dafür.
Und du hast die Größe andere zu ignorieren.
Leute, die dir nicht so gewogen sind.
Die nimmst du gar nicht richtig wahr.
Nein.
Du siehst in jedem etwas Gutes.
Ich wünschte, ich könnte das auch.
Was ich mir oft den Kopf zerbreche!
Über die Meinung anderer!
Über die Art, wie ich wo aufgenommen werde.
Dabei lebst du mir vor.
Man kommt anders genau so gut durch das Leben.
Wahrscheinlich noch besser.
Meine Selbstzweifel.
Meine Harmoniesucht.
Meine Angst zu versagen.
Damit mach ich mir nur das Leben schwer.
Viel schwerer als nötig.
Die ganze Woche schon trag ich Kummer mit mir herum.
Eine Last, die mir die Freude raubt.
Und heute red ich mit dir.
Den ganzen Nachmittag.
Red mir alles von der Seele.
Zumindest so manches.
Und du hörst zu.
Erzählst von deinen Erfahrungen.
Gibst deinen Senf dazu.
Es tut gut dir einfach zuzuhören.
Du stellst keine absoluten Ansprüche.
Du weißt, dass du dich irren kannst.
Mit deiner Einschätzung.
Ich weiß es auch.
Aber schon wie du sprichst.
Richtest du mich auf.
Wie eine Blume, die Wasser bekommt.
Und Sonne.
Ja.
Man weiß nicht wie es sein wird.
Schwer zu sagen.
Aber du hast mir Mut gemacht.
Dafür danke ich dir.
Dafür möchte ich dich in den Arm nehmen.
Und dich drücken.
Dich einfach spüren.
Und du gibst mir Kraft.
Ruhiger zu werden.
Den Ballast abzuwerfen.
Die Ungeduld.
Und das Leid.
Jenes Leid, dass sich hinter einem groben Äußeren verbirgt.
Immer wieder Mal.
Mein Stachel stößt zuletzt immer sehr heftig zu.
Am meisten auf mich selber.
Aber jetzt ist er wieder eingezogen.
Für eine ganze Weile.
Hoffe ich.
Ich drücke deine Hand.
Die Serviererin sieht mich merkwürdig an.
Aber das ist mir egal.
Soll sie denken, was sie will!
Ich danke dir.
Für deine Zeit.
Es tut gut, jemanden wie dich um mich zu haben.
Jemanden, der nicht einfach Recht hat.
Sondern Herz.
Herz und Gefühl.
Das ist viel mehr als ein Rat.
Der das Licht nur in eine Richtung wirft.

Freundschaft.
Durch dich weiß ich, dass es sie gibt…

Für G.M.

Vivienne/Gedankensplitter

 

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