Sklave, wo warst du? – Gedankensplitter

Ich komme heim.
Von.
Meinem Wochenende…
Sperre.
Die Wohnungstür auf.
Die Katze.
Blinzelt mich an.
Sie hat geschlafen.
Bis ich heimkam.
Sie miaut.
Laut.
Vorwurfsvoll.
Sklave!
Übersetze ich.
Ich habe gewartet.
Auf dich.
So lange.
Wo warst du?
Sie hat schon recht.
Denke ich mir.
Ich war weg.
Eine gute Weile.
Schuldbewusst.
Streichle ich sie.
Frisches Futter.
Sauberes Kistchen.
Das alles.
Braucht sie jetzt.
Meine Gebieterin.
Sie frisst.
Und trinkt.
Aber…
Versöhnt.
Ist sie.
Noch lange nicht…

Ich dusche mich.
Dann streichle ich sie.
Und sie schnurrt.
Huldvoll…
Jetzt.
Ist sie zufrieden.
Wieder.
Zärtlich.
Reibt sie sich.
An meiner Hand.
Das bin ich.
Für sie.
Futterbringer.
Kistchenreiniger.
Streichler.
Aber man weiß.
Auf was.
Man sich einlässt.
Wenn man sich.
Einer Katze.
Unterwirft.
Freiwillig.
Katzenmenschen.
Dienen gerne.
Einer Katze.
Und leben doch.
Am liebsten.
Genauso.
Unabhängig.
Wie.
Die Gebieter…
Bei mir.
Ist das.
Nicht anders…

Am nächsten Morgen.
Ich stehe auf.
Der Blick.
Der Gebieterin.
Erfreut.
Aber auch.
Ungeduldig.
Du bist spät dran.
Sagt ihr Miauen.
Komm endlich!
Nein.
Es gefällt ihr.
Gar nicht.
Dass ich ins Bad gehe.
Frühstücke.
Zuerst.
Sie springt.
Auf den Tisch.
Drängend.
Ihr Miauen.
Beeil dich.
Wie lange?
Willst du mich?
Noch?
Warten lassen?
Manchmal.
Muss auch.
Die Herrscherin.
Warten.
Manchmal…
Und ungern…

Vivienne/Gedankensplitter

2 Kommentare zu „Sklave, wo warst du? – Gedankensplitter“

Antworte auf den Kommentar von vivienne Antwort abbrechen