Herwig lag…
In seinem Spitalsbett.
Vor einer Stunde noch.
Hatte er geglaubt.
Er würde…
Endlich…
Operiert werden.
Am Herzen.
Aber erneut…
Wurde der Eingriff…
Verschoben.
Ein Notfall.
Hatte die Ärztin…
Erklärt.
Er hatte vorhin…
Ein Frühstück bekommen.
Geschmeckt.
Hatte ihm weder…
Der Kaffee…
Noch…
Das trockene Semmerl…
Morgen aber.
Kommen Sie dran!
Versprach die Ärztin.
Gleich in der Früh…
Herwig schloss…
Die Augen.
Unglaublich!
Fachärztemangel.
Kein Pflegepersonal.
Und darum wurden…
Weniger Operationen…
Durchgeführt.
Seit Monaten nun…
Wusste er schon.
Dass dieser Eingriff…
Vorgenommen…
Werden musste.
Er schwebte…
Wie ein…
Damoklesschwert…
Über ihm.
Aber immer…
Wenn er sich…
Darauf einstellte.
Dass er endlich.
An die Reihe kam…
Wurde er angerufen…
Verschiebung.
Die alte Leier!
Und vor drei Wochen.
Hatte es geheißen.
Dass er…
Diese Woche…
Operiert werden würde.
Er war schon…
Im Spital gewesen.
Als man ihm…
Gesagt hatte…
Dass er wieder…
Heimfahren durfte.
Und nun…
Noch einmal…
Ein Aufschub.
Herwig stöhnte.
Fast schien es ihm.
Wie das Warten.
Auf seine Hinrichtung.
Wenn er nur…
Zu guter Letzt…
Doch noch…
An die Reihe…
Kommen würde!
Dieses Warten…
Zermürbte ihn…
Mehr und mehr.
Er wollte wieder heim!
Eine Reha machen.
Und sich…
Gestärkt.
Auf das…
Kommende Jahr…
Freuen!
Wieder agiler!
Ein wenig…
Tennis spielen…
Wandern…
In den Bergen…
Diese Unsicherheit…
Weil der Eingriff…
Ständig!
Verschoben wurde…
Was wäre…
Wenn sein Zustand…
Sich auf einmal…
Verschlechtern würde?
Ausgeschlossen…
War es nicht.
Das war das…
Tückische…
An seiner Krankheit…
Man bemerkte sie…
Nicht gleich.
Aber wenn er nicht…
Operiert werden würde…
Könnte ihn das…
Jahre kosten!
Vivienne/Gedankensplitter