Wie…! – Gedankensplitter

Wie!
Wie konnte ich nur glauben!
Glauben und hoffen!
Dir glauben!
Auf dich hoffen!
Wie konnte ich annehmen dir könnte etwas liegen.
Etwas liegen an mir!
Ausgerechnet an mir…!
Wie konnte ich das nur glauben…

Ja.
Ich glaubte es wirklich.
Obwohl ich es nie zugab.
Ich träumte.
Heimlich.
Aber umso intensiver.
Ich träumte von dir.
Und davon, dass wir zusammengehören würden.
Eines Tages.
Irgendwann.
Füreinander bestimmt.
Auf  verwickelten Umwegen.
Aber dafür umso sicherer…

Ich weiß es nicht.
Hast du jemals geahnt davon?
Mag sein.
Obwohl ich nie etwas sagte.
Obwohl ich mein Herz unter Verschluss hielt.
Nein.
Ich wollte mich nicht verraten.
Nicht vor der Zeit.
Nicht bevor es sicher war.
Dass du mich liebst.
Dass du erkannt hattest:
Du liebst mich ja doch…

Ich weiß nicht ob du es ahntest.
Aber du hast mich geheilt.
Überraschend.
Du hast mich überrollt.
Kein guter Tag für uns beide.
Aber ich begriff.
So spricht kein Mann, der liebt…
Nicht mit der Dame seines Herzens…
Dieser Schmerz hielt mich nachhaltig.
Er schmerzte mehr als Schläge.
Und mehr als deine verächtlichen Worte.
Scheinbar unbedacht.
Aber umso nachhaltiger.
Kein Streit.
Einfach Verachtung.
Und meine Träume zerbrachen wie Glas…

Es tut dir nicht leid.
Ich weiß.
Wieso auch?
Aber die Wunde tut noch weh.
Von Zeit zu Zeit.
Und du?
Wie konnte ich nur an dich glauben!
Wie meinen Gefühlen trauen…
Wie konntest du mir so wehtun!
Und ich mir selbst…
Ich weiß.
Nicht du hast mich hochgehoben.
Ich selbst war es.
Und der Fall war tief…

Vivienne/Gedankensplitter

Schreibe einen Kommentar