Glatteis herrscht auf allen Straßen,
ich traue mich kaum aus dem Haus!
Am Straßenrand zuhauf Schneemassen,
und türmen sich ganz hoch hinauf.
Sachte geh ich aus dem Haus nun,
setze Schritt für Schritt, und sehr bedacht.
Mein Knöchel könnte mir schnell wehtun,
wenn ich stürz, so wie das Eis hier lacht.
Ich rutsche mehr als dass ich gehe,
im Hinterkopf die Vorsicht sitzt.
Wenn ich mir noch einmal den Fuß verdrehe,
dann lande wieder ich im Gips!
Und doch schaff’ ich die steile Straße,
die direkt bis ins Dorf mich führt.
Oh, wie ich das Glatteis hasse!
Der Winter, der mich so zermürbt –
er darf ruhig schnell zu Ende sein!
Nach Weihnacht brauch ich keinen Schnee!
Vor allem sollen die Straßen frei sein,
ein Sturz auf Eis tut immer weh!
Während ich so vor mich hinsinniere,
übersehe ich ein Band von Eis.
Ganz schnell, dass ich den Halt verliere –
Ich land’ am Hintern, mir wird heiß!
Mühsam hebe ich wieder meine Beine,
Gott sei Dank ist nichts passiert!
Nass sind nur meine Hosenbeine,
beim Fallen hab’ ich nichts gespürt.
Schnee beginnt nunmehr zu fallen!
Der Tourismus freut sich sicher sehr!
Ich finde daran kein’ Gefallen,
doch wird der Schneefall trotzdem mehr!
Zwei Monat’ wohl noch bis zum Frühling!
Zwei Monat’, die ich warten muss.
Der Winter ist ein rechter Fiesling –
Doch März, April wird endlich Schluss!
Flocken fallen, ich muss mich beeilen,
s’wird Zeit, mein Zug fährt sicher bald!
lauf noch den Anstieg, diesen steilen,
zumindest ist mir nicht mehr kalt!
Vivienne/Gedankensplitter