Zurückgewiesen – Gedankensplitter

Weißt du es überhaupt?
Was du mir da angetan hast?
Ich fühle gar nichts.
Vier Worte.
Wie ein Stich in den Rücken.
Völlig unerwartet.
Du hast ein süffisantes Lächeln aufgesetzt.
Unglaublich arrogant.
Selbstherrlich…
Ich sehe dich an.
Ungläubig.
Kann es fast nicht begreifen.
Das sagst du mir?
Ich höre dir zu.
Wie du plapperst.
Hirn- und geistlos.
Wie konnte ich dich lieben?
Ich werde es mich später erst fragen.
Nun bin ich betäubt.
Wie nach einem heftigen Schlag ins Gesicht.
Nur noch viel ärger.
Ich stehe auf.

Wo willst du hin?
Deine Stimme klingt plötzlich anders.
Ich sehe dich nicht an.
Zahlen.
Ich ziehe meine Jacke an.
Dein Blick folgt mir.
Entgeistert.
Komm schon…
Was hast du plötzlich?
Ich denke mir das mechanisch.
Nehme meine Tasche.
Gehe nach vor zur Kasse.
Ich merke nicht gleich.
Dass du mir folgst.
So warte…
Ich zahle.
Ich zahle für dich!
Kopfschüttelnd lege ich den Betrag hin.
Und gehe hinaus.
Ich fühle mich wie tot.
Das hast du mir gesagt.
Mit meinen Gefühlen gespielt.
Und nun demütigst du mich.
Ich hätte schwören können.
Du fühlst wie ich.
Aber ich habe mich geirrt.
Du hast mich mit Füßen getreten.
Absichtlich.…

Da ist dein dummes Plappern wieder.
Du stehst neben mir.
Und du siehst schuldbewusst aus.
Nimm’s doch nicht so schwer!
Ich gehe weiter.
Ich höre dir kaum zu.
Fast bin ich wie versteinert.
Ich kann nicht weinen.
Nicht eine Träne.
Ich kann nicht reden.
Obwohl dein Plappern mich nervt.
Und ich dich anschreien möchte.
Verschwinde endlich!
Geh weg!
Aber ich tue es nicht.
Ich gehe weiter.
Sehe dich nicht mehr an.
Du hast dich demaskiert.
Ich sollte froh sein.
Später wird es mir klar werden.
Später…

Mit einer Keule hättest du mich nicht heftiger schlagen können.
Du hast etwas in mir getötet.
Ein Wunde gestochen.
Die nie heilen wird.
Nie mehr.
Ich habe dich geliebt.
Aber kannst du überhaupt lieben?
Du glaubtest so handeln zu müssen.
Das erfuhr ich später.
Selbstgerecht und arrogant.
Jemand hatte mich mit Schmutz beworfen…
Egal.
Du hast jede Sympathie verspielt.
Und jedes eigene Anrecht auf Liebe.
Auch von jemandem anderem.
Das sage ich noch immer.
Auch heute.
Hoffentlich…
Hoffentlich geht es dir schlecht!

Dez. 2001

Vivienne

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