Zweigleisig – Gedankensplitter

Ferdinand holte sich.
Einen Becher Kaffee.
Vom Automaten.
Stark.
Ohne Zucker…
Weiter mit der Arbeit.
Im Großraumbüro.
Gesprächsfetzen.
Von den Kollegen.
Aber er musste.
An Nadine denken.
Die ganze Zeit.
Nadine.
War ausgezogen.
Letzten Monat.
Seine Schuld.
Ganz allein.
Sie war…
Hinter seine Affäre.
Mit Helga gekommen.
Einer Kollegin.
Brünett und rassig.
Und lange Beine.
Nadine war…
Im Vergleich zu ihr.
Ein Mauerblümchen.
Unscheinbar fast.
Aber…
Sie verdiente gut.
Assistentin…
Der Geschäftsleitung.
So hatte es sich.
Gut leben lassen…

Schlechtes Gewissen.
Hatte er.
Zunächst.
Keines gehabt.
Helga lief.
So nebenbei.
Prickelnd.
Aufregend.
Leicht zu verbergen.
Vor Nadine.
Kaschiert.
Durch Überstunden.
Angeblich.
Helga hatte ihm…
Nicht viel bedeutet.
Aber verzichtet…
Hätte er trotzdem…
Nicht auf sie.
Im Grunde war er.
Überzeugt.
Dass er nun mal.
Nicht monogam…
Leben konnte…
Und das traf…
Auf die meisten…
Männer zu…
Also…
Warum treu leben…?
So lange Nadine…
Nichts ahnte…
Aber eine Freundin.
Hatte ihn.
Mit Helga gesehen.
In einem Lokal.
Als er angeblich…
Noch zu tun hatte…
Im Büro…

So war alles…
Aufgeflogen.
Nadine hatte geweint.
Kein Ultimatum.
Keine Aussprache.
Sie war ausgezogen…
Seltsamerweise.
Hatte er.
Mit Helga.
Auch nicht mehr.
Den Spaß.
Wie zuvor.
Es schien fast.
Als hätte er…
Das Verbotene gebraucht.
Um die Affäre.
So richtig…
Genießen zu können…
Das Geld von Nadine.
Fehlte ihm.
Und sogar…
Sie selbst.
Irgendwie.
Obwohl er sie.
Vor Freunden.
Oft…
Als langweilig.
Bezeichnet hatte…
Sie hatte an ihm…
Gehangen.
Er selber aber.
Hatte nur.
Ihr Gehalt gesehen…
Den Lebensstandard…
Den er durch sie…
Genießen konnte…
Vorrangig!

Und trotzdem…
Jetzt fühlte er sich…
Alleine…

Vivienne/Gedankensplitter

 

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