Seit Jahr und Tag.
Arbeiten sie.
In derselben Firma.
Im gleichen Büro.
Und seither.
Ist er…
Verliebt in sie.
Hübsch.
Feminin.
Ende Zwanzig.
Das war sie damals.
Als sie anfing.
Im Unternehmen.
Und seither…
Hat sie sich.
Kaum verändert.
Immer nett und freundlich.
Zumindest fast.
Und wenn sie ihn.
Anlächelt.
Dann spürte er.
Die Schmetterlinge.
Im Bauch.
Wie am ersten Tag.
Aber gesagt.
Hat er es ihr.
Nie.
Wie denn?
So.
Wie er aussah.
Klein.
Unscheinbar.
Eine Glatze…
Die immer größer…
Wurde.
Wie sollte er ihr…
Auffallen?
Mehr.
Als ein paar Worte.
Wechselte sie.
Nie mit ihm.
Und sie hatte.
Einen Freund.
Er war nicht.
Gut zu ihr.
Er bekam mit.
Was sie den anderen.
Erzählte.
Öfter.
Rutschte ihm.
Die Hand aus.
Und es tat ihm weh.
Unendlich weh!
Wenn sie…
Nur die Augen…
Aufmachen würde.
Ihn endlich sehen würde.
Richtig.
Um zu begreifen.
Dass er…
Bereit war für sie.
Und sie…
Wie eine Königin.
Behandeln würde.
Nicht wie dieser Mistkerl.
Der sie anfasste…
Am liebsten…
Hätte er ihn sich.
Zur Brust genommen.
Dann hätte der.
Für immer…
Ruhe gegeben!
Aber sie musste es.
Selbst begreifen.
Er war da.
Er wartete.
Auf sie.
Wenn ihr erst…
Bewusst wurde.
Was er ihr…
Sein konnte…
Dann hatte ihr Glück.
Ihr gemeinsames Glück.
Eine Chance!
Er freute sich.
Wenn sie ins Büro kam.
Wenn sie gemeinsam…
In der Kantine schmausten.
Und über Banalitäten…
Plauderten…
Er lebte…
Für die Momente.
Wenn sie ihm…
Ein wenig mehr Zeit…
Schenkte.
Und er schöpfte Hoffnung.
Als sie endlich doch.
Ihren Freund verließ.
Ein paar Wochen…
Träumte er.
Dass nun…
Der Augenblick…
Kommen würde…
Und doch…
Jeder Tag im Büro.
Wie der andere…
Und sie bemerkt ihn…
Noch immer nicht…
Vivienne/Gedankensplitter