Erpressung, Teil 2 – Gedankensplitter

Franziska hatte.
Zu weinen begonnen.
Leise.
Holger werkte.
An der Tür.
Und schließlich.
Wurde er…
Immer lauter.
Hämmerte…
Gegen die Tür.
Es hatte gedauert.
Bis Holger…
Verschwunden war.
Ganz am Anfang.
Ein kurzer Moment.
Der Schwäche.
Einfach die Tür öffnen.
Holger…
In die Arme fallen.
Und alles wieder gut!

Aber…
Das war es nicht.
Das würde es…
Auch nie mehr werden.
Denn Holger…
Hatte nicht vor.
Sein bequemes Leben…
Aufzugeben.
Wahrscheinlich…
Liebte er sie…
Nicht einmal…
Aber sie, Franziska.
Wusste.
Dass es…
Andere Frauen gab.
Man hatte es ihr…
Berichtet.
Fotos…
Keine Verwechslung.
Holger hatte sie…
Missbraucht.
Eiskalt.
Er war einfach…
Ein A…loch.
Dem es im Grunde…
Völlig egal war.
Wie sie langsam.
Vor die Hunde ging.

Keine leichte Entscheidung.
Im Gegensatz zu ihm.
Liebte sie ihn.
Und lange…
Hatte sie sich…
Diese…
Demütigende Beziehung…
Schön geredet.
Nein.
Holger wollte.
Kein Kind mit ihr.
Und ganz bestimmt nicht…
Zusammenziehen…
Mit ihr.
Niemals!
Offiziell ein Paar!
Es tat so weh.
Und trotzdem.
Es war…
Das einzig Richtige!

Besser so.
Als weitermachen…
Wie bisher!
Und erschreckend dabei.
Holger war so kalt.
So selbstverliebt.
So überzeugt von sich.
Auf keinen Fall.
Jemand…
Mit dem sie…
Gemeinsam…
Alt werden…
Hätte können.
Die nächsten Wochen.
Und Monate.
Kein Honiglecken.
Sie würde…
Bestimmt.
Noch öfter weinen…
So wie…
Heute Abend.
Aber nicht so viel…
Wie sie…
Geweint hätte.
Wenn sie…
Franziska schreckte auf.
War er etwa…
Wieder an der Tür?
Kurzes Lachen.
Niemals!
Nicht Holger!
Das musste…
Etwas anderes…
Gewesen sein!

Vivienne/Gedankensplitter

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