Mich fröstelt in meiner Jacke.
Nachdenklich sehe ich zum Himmel.
Wenig blau und viele Wolken.
Die Sonne hinter dem Gewölk versteckt…
Fast ein wenig trist.
Ein paar Bienen am Sommerflieder.
Und ich warte fast auf den Regen…
Es wird Herbst.
Ein Hauch von Melancholie liegt in der Luft.
Nachdenklich folge ich mit den Augen den Wolken am Himmel.
Ich sehe sehr klar.
Ich belüge mich nicht selbst.
Aber ich bin auch nicht zu negativ gestimmt.
Ein seltener Moment der völligen Wahrheit.
Der Nebel der Verwirrung ist gewichen.
Endgültig.
Ich mache mir keine Illusionen mehr.
Über ihn.
Und was ihm jemals an mir gelegen ist.
Geblieben ist nicht viel von dem Traum.
Der schön war.
Sehr schön sogar.
Aber er ist gestorben, als der Nebel wich.
Es blieb nicht viel.
Nur der Blick auf die nackte Wahrheit…
Und sie ist nicht schön…
Ein Schmetterling lässt sich auf meiner Schulter nieder.
Ein Kleiner Fuchs.
Einen Moment nur.
Dann flieht er in den Nachbargarten.
Der Traum war schön.
Wie dieser Schmetterling.
Bunt und lebendig.
Aber der, den ich liebte, hat mir nie gehört.
Wie der Schmetterling.
Es sah nur so aus.
Einen kurzen Moment lang…
Trotzdem.
Ich hatte Glück.
Nicht alles war schlecht was von ihm kam.
Dem Mann, der mich nie wollte…
Ich habe mich gelöst.
Die Leere tut manchmal weh.
Sie macht mich unsicher.
Ich weiß nicht, wie es weitergehen wird.
Aber ich habe mich richtig entschieden.
Ich weiß es.
Die nächsten Wochen werden das zeigen.
Früh genug zog ich mich zurück.
Man wird verbunden bleiben.
Und dennoch weit auseinander.
Ich weiß es.
Er weiß es.
Und ich kann damit leben…
Die Sonne bricht durch die Wolken durch.
Der Himmel färbt sich völlig grau.
Und der Tag leuchtet wieder strahlend.
Ein paar Augenblicke scheint Sommer zu sein.
Dann kämpfen sich die Wolken zurück.
Die Helligkeit versiegt.
Und der Himmel sieht noch trüber aus…
Ich hätte viel Liebe zu geben gehabt.
Wärme und verborgenes Feuer.
Ich hätte ihm die Nacht zum Tag gemacht.
Aber er wollte mich nicht.
Nicht mich.
Kein Grund für Tränen.
Er wusste das nicht zu schätzen.
Er hat nie begriffen, was ich zu geben bereit war.
Und wie kostbar mein Geschenk gewesen wäre…
Ein Besserer wird es zu schätzen wissen!
Vivienne/Gedankensplitter