Plötzlich.
Hatte es geläutet.
An der Tür.
Sie war.
Fast erschrocken.
Wer?
Konnte das sein?
Sie blickte.
Durch den Spion.
Ein Mann.
Graues Haar.
Ein Sektierer?
Ein Vertreter?
Sie löste.
Die Sicherheitskette.
Zaghaft.
Öffnete die Tür.
Einen Spalt.
Blickte hinaus.
Misstrauisch.
Bettina…
Sagte der Mann.
Leise.
Und ein wenig heiser.
Und an seiner Stimme.
Erkannte sie ihn.
ER war es!
Mein Gott!
Sie ließ ihn herein.
Ein wenig durcheinander.
Verwirrt.
Er.
War so schmal geworden.
Und so blass.
Und seine Augen.
Fast wie tot.
Aber als er Platz nahm.
Auf dem Stuhl.
Da lächelten.
Seine Augen.
Sie konnte es.
Genau erkennen.
Eine Tasse Kaffee.
Ein paar Kekse.
Dann setzte sie sich.
Ihm gegenüber.
Musterte ihn.
Wie er langsam.
Den Kaffee trank.
Dann blickte sie ihm.
Ins Gesicht.
Wie geht’s dir?
Er kaute.
Die Kekse sind gut.
Sagte er leise.
Dann lächelte er.
Es sah aus.
Aus würde er anfangen.
Zu weinen…
Zögernde Worte.
Entzug.
Das Wort.
Es stand einfach da.
Wie tausend Wörter.
Schmerz.
Verzweiflung.
Tränen.
Ich bin trocken.
Antwortete er.
Leise.
Ja.
Schon über ein Jahr…
Sie schloss die Augen.
Nickte.
Dann griff sie.
Nach seiner Hand.
Drückte sie.
Tausend Fragen.
Gingen ihr.
Durch den Kopf.
Hatte er wieder?
Arbeit?
Was wollte er?
Von ihr?
Er sah sie an.
Wieder.
Sagte kein Wort.
Und sie spürte.
Das da.
War nicht mehr.
Der alte ER.
Den sie gekannt hatte.
Laut.
Lärmend.
Aggressiv.
Ganz im Gegenteil.
Ganz im Gegenteil…
Vivienne
Der Text „Ein anderer Mensch“ Wunderbar, ich verstehe das, Ich war bis vor 17 Jahren Alkoholiker…Friedrich
Danke, Friedrich.
Ich finde es super, dass du es geschafft hast!
lg Silvia