Ich bringe mich um! – Gedankensplitter

Ulrike schluchzte.
Rainer war kalt…
Rübergekommen.
Ganz kalt!
Offenbar…
Liebte er sie…
Nicht mehr.
Überhaupt nicht mehr!
Wie hatte Rainer…
Formuliert?
Ich lasse mich…
Scheiden.
Punktum.
Und wenn du…
Noch einmal…
Mit Selbstmord…
Drohst.
Dann lasse ich dich…
In die Psychiatrie…
Einweisen.
Und die Kleine…
Die nehme ich dir.
Auch weg!
Die Tränen…
Waren ihr…
Im Hals…
Steckengeblieben…
Der filmreife Auftritt.
Den sie…
Hinlegen hatte wollen.
Im Keim erstickt.
Nein.
In die Psychiatrie?
Auf keinen Fall!
Mit Tabletten…
Vollgestopft!

Als Rainer…
Gegangen war.
War sie, Ulrike…
Eine Weile…
Dagesessen.
Still.
Ihre Gedanken…
Wirbelten…
Durcheinander.
Mit aller Gewalt.
Hatte sie…
Verhindern wollen.
Dass sich Rainer…
Von ihr trennte.
Aber die Drohung.
War zweischneidig.
Das hatte sie jetzt.
Verstanden.
Rainer hatte sich.
Beraten lassen.
Das merkte sie nun.
Er würde…
Nicht mehr nachgeben.
Er würde…
Die Scheidung…
Erzwingen…!

Nein.
Das Kind würde ihn…
Nicht abhalten davon.
Die Kleine…
Wenigstens die…
Würde ihr bleiben.
Ich werde…
Gut sorgen für euch.
Aber das mit uns…
Hat keinen Sinn.
Wenn du…
Endlich vernünftig wirst.
Dann siehst du ein.
Dass es…
Das Beste ist.
Für uns alle!
Das Beste?
Ulrike schenkte sich.
Einen Cognac ein.
Trank gierig.
Das würde es…
Leichter machen.
Zumindest…
Im Moment.
Ein riesiger Schock.
Und Rainer…
Er dufte auch nicht…
Wissen.
Dass sie heimlich trank.
Nicht viel.
Nur um sich…
Zu beruhigen.
Sie konnte…
Jederzeit…
Damit aufführen.
Wenn alles…
Leichter geworden war…
Blick auf die Uhr.
Ulrike erschrak.
Sie musste…
Die Kleine abholen.
Vom Kindergarten.
Es war schon spät!
Kaugummi.
In den Mund.
Ein paar Spritzer…
Vom Parfüm.

Nicht dass man…
Im Kindergarten.
Etwas merkte!

Vivienne/Gedankensplitter

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