Jännernacht – Gedankensplitter

Die Katze.
Sie schläft.
Ganz ruhig.
Ich beobachte sie.
Zärtlich.
Liebevoll.
Die Nacht.
Recht mild.
Für Jänner.
Aber.
Es soll kalt werden.
Sehr kalt.
Schon.
In den nächsten Tagen…
Ich reflektiere.
Die letzten Tage.
Ich habe.
Ein Band gelöst.
Unversehens.
Aber.
Es war wohl nötig.
Schon seltsam.
Wie Menschen.
Oft glauben.
Sie können.
Jemanden abspeisen.
Mit Banalitäten.
Bei unangenehmen Wahrheiten.
Widerspricht man.
Dann gibt es Prügel.
Verbal.
So schnell.
Geht das.
Und so schnell.
Habe ich.
Ein Band gelöst…

Nein.
Es tut mir nicht leid.
Was abfallen muss.
Fällt ab.
Und so sitze ich da.
Im warmen Pyjama.
Beobachte die Katze.
Und.
Meine Gedanken schweifen.
Ein Jahr.
Wie vor einem Abgrund.
Dahinter.
Fängt dann.
Ein neues Leben an.
Ist es nicht so?
Ein paar Hürden.
Die habe ich genommen.
Bereits.
Und wer nicht mitkommt.
Mit mir.
Bei diesen Sprüngen.
Der geht verloren.
Für immer…

Die Katze.
Sie streckt sich.
Springt hinunter.
Frisst.
Und kommt zurück.
Springt.
Auf die Couch.
Reibt sich an mir.
Zärtlich.
Schnurrend.
Wer?
Könnte ihr?
Widerstehen?
Meiner Katze?
Ich nicht.
Und wer mich liebt.
Aufrichtig.
Der liebt auch.
Meine Katze.
Das TV-Gerät.
Läuft daneben.
Werbung.
Grell.
Gellend.
Bunt.
Warm.
Ist mir.
Ein wenig müde.
Ein langer Tag.
Liegt.
Hinter mir.
Eine dunkle Nacht.
Wolken.
Und keine Sterne.
Gestern.
War Neumond…

Vivienne/Gedankensplitter

Schreibe einen Kommentar