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14.04.2005, © Vivienne
Ungewissheit
Wie oft passiert uns das im Leben?
Abwarten müssen.
Harren, der Dinge, die da kommen.
Nichts selbst beeinflussen können.
Keinen Ablauf beschleunigen können.
Einfach warten
Es gibt wenig, das eine größere Qual sein kann.
Unsicherheit.
Bangen.
Und Angst.
Die aus dem Innersten kommt.
Momente, die wie eine halbe Ewigkeit scheinen.
In der das ganze Leben wie ein Film abläuft.
Warten.
Und hoffen.
Besser gesagt.
Hin und her gerissen.
Wie geht es Ihnen dabei?
Ich fühle mich krank.
Mir ist oft schlecht.
Ich habe keinen Appetit.
Manchmal bekomme ich auch Bauchschmerzen.
Meine Hände fühlen sich kalt an.
Wie Eis.
Die Ohnmacht drückt mich nieder.
Ich starre auf das Telefon.
Ich starre auf das Handy.
Ich kann mich auf nichts konzentrieren.
Und verwünsche meine Ohnmacht.
Ich kann nichts tun.
Nur warten.
Geduld ist nie meine Stärke gewesen.
In solchen Momenten möchte ich immer alles umreißen.
Wie ein ungestümes Pferd.
Aber ich kann nicht.
Und ich darf nicht.
So versuche ich mich abzulenken.
Und schaffe es doch nicht.
In meinem Kopf nur ein Gedanke
Ungewissheit verurteilt also zum Warten.
Ist das Wissen, die Information erst da.
Kann man handeln.
Kann man sich darauf einstellen.
Auch wenn es keine gute Nachricht ist.
Oder vielleicht sogar schlimm.
Wie auch immer.
Aber wenigstens fällt der Zustand des Stillstandes ab von einem.
Ich habe es wieder in der Hand.
Ich kann etwas tun.
Ich kann etwas versuchen.
Wenigstens.
Ich muss es nicht so hinnehmen wie es ist.
Ich kann dem ganzen meine Möglichkeiten aufzwingen.
So beschränkt sie auch immer sein mögen.
Aber vielleicht bricht auch die Sonne durch.
Vielleicht alles nicht ganz so schlimm.
Vielleicht banal.
Die Zeit des Wartens beleibt einem nicht erspart.
So unerträglich sie bisweilen auch ist.
Man muss sich ihr stellen.
Der Ungewissheit.
Und durch den dunklen Tunnel durch.
Dem sie gleicht
Vivienne
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