Ich seh’ mich um in der Natur.
Von Sonne leider keine Spur.
Der Wind frischt auf, ich friere schon.
Dies Wetter ist der blanke Hohn…
Von Tau getränkt sind meine Rosen.
Voller Tropfen, prallen, losen,
die meine Hände grad hier fühlen
und meine Fingerspitzen kühlen…
Die Wärme fehlt mir und die Farben,
an Sonnenmangel heißt es darben,
an Sonne, und an der Helligkeit.
Der Sommer scheint noch meilenweit!
Wie auf Befehl beginnt’s zu tropfen!
Auf bess’res Wetter nicht mehr hoffen
scheint mir das Klügste da zu sein.
Ich zuck die Achseln, und geh’ rein…
Der Regen fällt, ich hör’ es rauschen.
In welcher Welt wir da wohl hausen,
in der der Sommer nicht mehr lebt?
S’ist hausgemacht, dass ihr versteht…
Ihr wisst ja, Industrie und Sondermüll,
Saurer Regen, der vom Himmel fiel,
Abfall, Gifte und Schwermetall –
Wir Menschen sind ein Sonderfall!
Wir ruinieren uns uns’re Welt,
die bald nichts mehr zusammenhält.
Auch dieser Sommer, ohne Frage,
ist Resultat der schlimmen Lage.
Ich denk nicht weiter, hör den Regen,
der irgendwie für mich kein Segen.
Ich mag den Sommerregen sonst sehr gern,
doch nun will ich ihn nicht mehr hör’n
und nicht mehr spür’n, ist sonderbar –
das wird wohl ein eher kühles Jahr!
Bevor der Sommer zieht ins Land,
wird doch der Herbst von uns erkannt.
Herbst, bevor der Sommer scheint –
Ein Juni, der darüber weint
mit Dauerregen ohne Ende.
Und man friert in Füß’ und Hände.
Badekleidung – nicht angesagt!
Was für ein Wetter, sei’s geklagt!
Längst hab’ ich schon resigniert,
der Sommer ist’s, der hier verliert.
Das Leben bleibt da auf der Strecke,
die Freude fehlt mir, und ich wette
den anderen geht’s ebenso!
Die Stimmung stimmt uns gar nicht froh…
Vivienne