Zu lang gehofft? – Gedankensplitter

Sie kann quälend sein.
Die Einsamkeit.
Schmerzhafter als jede Wunde.
Und doch…
Sich immer an den falschen Mann zu hängen.
Der Gefühle benutzt.
Ausnutzt.
Oder auch missbraucht…
Das ist die Hölle.
Im Vergleich dazu.
Das ist schlimmer als alles andere.
Furchtbarer als jede Pein…

Aber was kann ich tun?
Wenn seit Jahren jede Liebe auf unfruchtbaren Boden fällt?
Wenn ich verzweifelt suche?
Und immer den Falschen liebe?
Was kann ich tun, dass sich das ändert?
Wie erkenne ich, wann die Liebe Sinn hat?
Ich weiß es nicht.
Ich bin auch müde.
Müde auf der Suche nach Liebe.
Müde weiterzuhoffen.
Müde mir noch etwas zu erwarten…
Ich würde gerne lieben.
Nur zu gern.
Ich würde mein Herz gern wieder geben.
Am liebsten sofort.
Aber wem?
Weit und breit niemand da.
Den ich lieben könnte.
Dabei steht mein Horoskop auf Liebe.
Ich verstehe es nicht.
Nein.
Vielleicht bin ich noch immer blockiert.
Von einer alten Liebe.
Die mich vor Jahren schmählich verraten hat.
Vielleicht.

Vielleicht möchte ich einfach nicht mehr lieben.
Unbewusst.
Aus Enttäuschung.
Und darum suche ich die Enttäuschung.
Wie fern gesteuert.
Bei den falschen Männern.
Ich will nur mehr enttäuscht werden.
Vielleicht.
Und darum ernte ich Kummer und Leid.
Ganz gezielt…
Vielleicht.
Kann ich etwas tun dagegen?
Mir selber vergeben?
Und Frieden machen mit dem was geschehen ist?
Und nicht mehr zu ändern?
Ich kann es versuchen.
Ich weiß aber nicht ob es wirkt…

Hoffen allein hilft nicht.
Heute weiß ich vieles.
Was ich früher nicht ahnte.
Ich kenne mich ein wenig besser.
Ich habe mein Wesen ein bisschen durchschaut.
Zwingen kann ich nichts.
Wenn die Liebe nicht zu mir kommt…
Oder wenn ich sie einfach nicht sehe…
Ich lasse mir nicht mehr wehtun.
Von keinem Mann mehr.
Ich will keinen Mann mehr.
Nicht um jeden Preis.
Ich möchte einfach glücklich sein.
Ausgeglichen.
Wenn wirklich nötig auch ohne Mann.
Ich will mich nicht mehr in Träume verrennen.
Die nie wahr werden.
Weil ich sie beim Falschen suche.
Und ich nicht weiß, wie ich den Richtigen erkennen soll…
Ich wünsche mir Liebe.
Mehr als alles andere auf der Welt.
Aber lieber bleibe ich allein.
Als mich noch einmal zum Narren zu machen.
Für jemand, der es nicht Wert ist…

Vivienne/Gedankensplitter

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