Ich bin ein Individualist.
Ich stehe für mich selbst.
Niemand muss für mich sprechen.
Niemand braucht mich zu verteidigen.
Ich erwarte es von niemandem.
Ich bin ich.
Mit meiner eigenen Meinung.
Mit meinem durchdachten Standpunkt.
Ich muss niemandem nach dem Mund reden.
Kritik schreckt mich nicht.
Ich bin ich.
Niemand muss mich verstehen.
Damit komme ich klar…
Man eckt an auf diese Weise.
Man eckt immer wieder an.
Und bisweilen…
Bisweilen muss man trotzdem Kompromisse schließen.
Öfter als man will.
Öfter auch als man sollte…
Auch ich.
Und dann verbeiße ich mir meine Meinung.
Manchmal schweige ich nur.
Aber dann und wann heule ich auch mit den Wölfen.
Um nicht zu provozieren.
Um Streit zu vermeiden.
Gegen meinen Standpunkt.
Gegen meine Aufrichtigkeit.
Gegen meinen Glauben.
Auch aus Angst.
Allein da zu stehen.
Alle gegen mich.
Alle.
Mit den Wölfen heulen.
Es fällt mir nicht leicht.
Aber manchmal ist es besser.
Besser als der Kampf gegen Windmühlen.
Alleine kann ich keine Armee aufhalten.
Nie…
Mit den Wölfen heulen.
Ich habe es gelernt.
Vortrefflich sogar.
Ich wirke nicht echt.
Ich bin es.
Und ich täusche alle.
Sogar mich selbst.
Mit den Wölfen heulen.
Muss man nicht immer.
Aber bisweilen ist es weise.
Weiser als sich mit allen anzulegen.
Oder sich mit Mächtigen zerstreiten.
Mit den Wölfen heulen.
Ein Kompromiss im Leben.
Der manchmal weh tut.
Aber nie so weh.
Wie stur seinen Weg weiter zu gehen…
Ungeschützt.
Gegen Sturm und Wind…
Vivienne/Gedankensplitter