Wann lohnt der Kampf gegen die Unbillen des Lebens?
Und wann nicht?
Wann heißt es abwarten auf neue Chancen?
Chancen, die kommen müssen.
Wie das Amen im Gebet?
Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur.
Oft möchte ich Wände nieder rennen.
Und ernte doch nur blaue Flecken.
Schrammen und blutige Wunden.
Oft ist es besser zu warten.
Keine Energie in sinnlose Kämpfe verschwenden.
Aber mir fehlt oft die Ruhe dazu.
Ich möchte die Dinge verändern.
Zu meinem Gunsten beeinflussen.
Mit aller Gewalt.
Aber alle Anstrengung fruchtet oft nicht.
Manches muss einfach sein.
Muss passieren.
Ich kann nicht immer erkennen warum…
Ich habe das Lachen verlernt.
Meistens sieht es nur sehr bemüht aus.
Die Sonne ist hinter Wolken versteckt.
Es sieht nach Regen aus.
Und der Wind zupft an meinen Haaren…
Das Grübeln steht mir nicht.
Nein.
Viel besser passen mir Energie und Tatendrang.
Ich weiß es.
Und dennoch hängen meine Mundwinkel nach unten…
Der Kampf ist verloren.
Die Chance blieb hypothetisch.
Ein schöner Traum.
Aufbäumen hat keinen Sinn.
Die Energie wäre verloren.
Ich zeige die Tränen nicht.
Langsam gehe ich weiter.
Ohne Schwung.
Die Schritte einer alten Frau…
Fast meine ich das selber.
Wer entzündet wieder das Feuer in mir?
Das Feuer des Lebens?
Wann kann ich wieder lachen?
Die Sonne hat sich abgewandt von mir.
Oder zeige ich ihr den Rücken?
Ohne es zu ahnen…
Nicht kämpfen kostet oft mehr Kraft als zu verlieren…
Vivienne/Gedankensplitter