Heute morgen… – Gedankensplitter

Dein Mund schmeckt nach Kaffee.
Den du gerade noch getrunken hast.
Und fast ist es so.
Als würde ich ihn dir von den Lippen trinken.
Ihn mit dir teilen.
Wie das Frühstück eben.
Das wir genommen haben.
Am späten Vormittag.
Nach einer langen Nacht.
Dass ich gar nicht mehr weiß.
Wann wir uns in die Arme gesunken sind.
Todmüde eigentlich.
Aber irgendwie noch so lebendig.
Dass der Hunger nach einander uns wieder wach machte.
Ganz wach…
Wir konnten uns gar nicht schnell genug gehören.
Uns kosen und streicheln.
Und die intimsten Zonen erforschen…
Ich erinnere mich.
An die wohligen Berührungen.
An die unglaubliche Nähe.
Die mich berauschte.
Und daran, dass ich nicht mehr lassen konnte.
Von dir.
Bis doch der Schlaf über uns kam.
Irgendwann.
Es wurde schon hell über der Stadt.
Und die Sonne blinzelte durch die Jalousien…

Ich lehne mich zurück.
Und lache dich an.
Glücklich.
Deine Pyjamahose verbirgt all das.
Was ich nächtens noch erobern konnte.
Und das mich erobert hat.
Es reizt mich zurückzukehren.
Dein Land wieder bloß zu legen.
Um die Erinnerung aufzufrischen.
Und die Leidenschaft…
Du lachst.
Ich kann dich nur ansehen.
Es tut so gut.
Dein Lachen.
Dein Rasierwasser.
So frisch und herbe.
Es verwirrt mich.
Und bezaubert mich.
Gleichermaßen.
Ich bin fast betrunken davon.
Fast muss ich lachen.
Als ich deine Pyjamahose herunterziehe.
Und du mich auf die Couch wirfst.
Mit einem überraschten Ruf.
Aber dann lachst du selbst.
Und wir trinken unsere Seelen.
Und verschweißen unsere Körper.
Noch viel stärker…

Vivienne/Gedankensplitter

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