Zehn Jahre sind genug.
Du sagst es kalt.
Und du kannst mich nicht ansehen dabei.
Zehn lange Jahre…
Und überhaupt…
Du bist zu jung so weiterzumachen.
Du fühlst dich eingeengt.
Und außerdem.
Deine Liebe ist tot.
So einfach ist das.
Wozu heucheln?
Wozu noch ein Versuch?
Du willst nicht mehr.
Und ich weiß genau.
Sie ist jünger als ich.
Einige Jahre.
Wie kann ich punkten gegen sie?
Unmöglich!
Du willst es noch einmal wissen.
Noch einmal durchstarten.
Neu anfangen.
Ohne mich.
Okay.
Dann geh!
Geh doch!
Ich weine dir nicht nach.
Nicht dir!
Nicht deiner selbst verliebten Eitelkeit.
Spar dir die vielen Worte.
Nimm deine Koffer.
Geh!
Ich komm klar damit.
Besser als du ahnst…
Das letzte Jahr…
Nur mehr Selbstbetrug!
Ich habe um dich gekämpft.
Ohne jede Chance.
Wider besseres Wissen.
Denn wenn ich ehrlich bin…
Ich liebe dich auch nicht mehr.
Schon lange nicht mehr.
Was ich umkämpfte, war ein Status.
Ein schöner Mann.
In den ich einmal sehr verliebt war.
Und der auch mich begehrte.
Irgendwann einmal.
Es muss hundert Jahre her sein.
Oder mehr…
Ich sehe dich an.
Und spüre die Kälte, die von dir ausgeht.
Und deine Arroganz.
Aber eines fühle ich noch deutlicher.
Die Aggression, die in mir aufsteigt.
Deinetwegen.
Gott, habe ich dich geliebt.
Geblieben sind nur Hass und Wut.
Was bist du für ein jämmerlicher Kerl geworden!
Steh doch nicht rum!
Geh doch endlich!
Ich ertrage deinen Anblick nicht mehr!
Geh!
Geh zu ihr!
Oder zu einer anderen!
Du musst den süßen Geschmack des Lebens voll auskosten!
Jetzt noch…
Solange du so unwiderstehlich bist.
Wie du meinst zu sein.
Es ist schon okay.
Ich brauche dich nicht.
Nein…
Du bist nur ein schwerer Stein in meinem Leben.
Gut so!
Geh.
Und komm nicht wieder!
Vivienne/Gedankensplitter