Wintertag – Gedankensplitter

Dunkle Wolkenbanken.
Sie ziehen sich über den Nachmittagshimmel.
Bald wird es dunkel sein.
Ganz dunkel…
Ich friere.
Mein Kopf schmerzt.
Schon den ganzen Tag.
Und meine Gedanken?
Sie sind irgendwo.
Ziehen durch die Welten.
Träumen und prüfen.
Fast gleichzeitig.
Und meine Augen fühlen sich so müde an…
Ich muss niesen.
Ob ich fiebrig bin?
Ich versuche nachzudenken.
Mag sein.
So wie ich mich fühle.
Schon seit gestern.
Als ob ich neben mir stünde.
Irgendwie.
Nicht dass ich missgestimmt bin.
Nein.
Der Kummer ist gewichen.
Und auch die Angst hat sich versteckt.
Aber ich bin nicht ganz ich…

Meine Stirn fühlt sich heiß an.
Und ich fabriziere Tippfehler.
Am Fließband.
Was ist nur los mit mir?
Ich werde mich hinlegen.
Nachher.
Wenn ich fertig bin…
Ich rede es mir ein.
Immer wieder.
Aber ich habe noch so viel zu tun…
Wenn ich nicht so müde wäre…!
Gequält blicke ich aus dem Fenster.
Schwarz ist der Himmel geworden.
Nur die Villa leuchtet heimelig.
Im Licht der Laternen…
Ich reibe meine Hände.
Mir ist so kalt.
Und der Kopf schmerzt immer ärger.
Obwohl ich vorhin Schmerzmittel genommen habe.
Ich schließe die Augen.
Ich muss endlich fertig werden.
Ich darf nicht trödeln!
Der Wind bläst Schneeflocken vor mein Fenster.
Schneetreiben.
Ich fühle mich wie eine der Flocken.
Plan- und ziellos.
Sollte ich nicht einfach eine Pause machen?
Niederlegen.
Ganz kurz.
Dann habe ich wieder die Kraft weiterzumachen…

Vivienne/Gedankensplitter

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