Ein hartes Jahr.
Vorüber.
Ich blicke zurück.
Und manchmal denke ich nach.
Darüber.
Was ich hätte anders machen sollen.
Können.
Müssen…
Aber so oft ich nachdenke.
Jedes Mal wird mir klar.
Es musste wohl so kommen.
Manches.
Das Meiste.
Es war mir wohl vorbestimmt…
Weichen wurden gestellt.
Mein Leben hat sich verändert.
Und heute…
Ich darf nicht undankbar sein.
Sicher nicht.
Aber ein paar schlimme Monate…
Ich hätte sie lieber nicht erlebt.
Nicht in der Form…
Man meinte es gut mit mir.
Fraglos.
Man möchte fast vergessen.
Wie arg manches war.
Was war am Schlimmsten?
In den letzten zwölf Monaten?
Wenn ich ehrlich bin…
Es war wohl die Hilfe anderer.
Die gut gemeinte Hilfe.
Wo ich sie nie benötigte…
Man meinte es ja so gut mit mir.
Viel zu gut.
Für mich und für mein weiteres Leben.
Und fast empfand ich das als unerträglich.
Damals.
Wenn mich tiefe Depression quälte.
Unnötig war es alle Mal.
Das sage ich heute.
Wenn ich nicht will.
Dann will ich nicht.
Wen ich nicht will.
Den will ich nicht.
Aber was tun?
Wenn mein NEIN nicht gilt?
Weil man meint.
Mir helfen zu müssen?
Wo Hilfe nicht notwendig ist?
Wo ich sie nicht wünsche?
Das zermürbt…
Die Zeit ist vorbei.
Es gibt wohl einen Mann.
Irgendwo.
Der mich jetzt hasst.
Oder zumindest verachtet.
Es gibt manche Leute.
Die mich nicht verstehen.
Nicht ein bisschen.
Aber das ist mir egal…
Der Sturm ist vorüber.
Der Mann tut mir nicht Leid.
Und die anderen Leute…
Sie kümmern mich nicht.
Ich lebe mein Leben.
Und ich bin ein wenig stärker geworden.
Trotz allem.
Und eines weiß ich genau.
Man kann nichts zwingen.
Nicht, wenn man selber nicht will.
Nicht, wenn der andere nicht will.
Nicht, wenn der Moment falsch ist.
Alles hat seine Zeit.
Und wenn die Zeit reif ist.
Öffnen sich die Türen fast von selbst.
Fallen Mauern um.
Lösen sich Ängste in nichts auf.
Ganz ohne Druck.
Ganz ohne sanfte Gewalt.
Und alles ist ganz einfach…
Das ist es, was ich brauche!
Vivienne/Gedankensplitter