An den Unbekannten
Du bist dir sicher.
Deiner selbst.
Meinst du.
Und du denkst.
Ich kann dich nicht durchschauen.
Und du kannst mir drohen.
Versteckt…
Dass du dich nicht irrst.
Über deinen Charakter.
Über deinen Wert als Mensch.
Für mich.
Möchte ich gar nicht viel sagen.
Alles würde dir noch zu viel Ehre antun.
Nichts wird deiner Feigheit gerecht.
Und deiner Falschheit.
Du möchtest jemanden schützen.
Vor mir.
Und meinen Reflexionen…
Edelmütig ist das nicht.
Es geht dich nämlich nichts an.
Das solltest du dir.
Hinter die Ohren schreiben.
Kümmere dich um deinen Kram!
Und wie du siehst.
Das Pendel kann auch anders ausschlagen.
Jetzt schreibe ich über dich.
Immer und immer wieder.
Aus Spaß an der Freud’!
Gefällt dir das?
Wie fühlst du dich dabei?
Und was tust du nun?
Wenn ich ehrlich bin.
Im Grunde ist das auch noch.
Viel zu viel der Ehre.
Die dir da zuteil wird.
So viele Gedichte.
Werden dir wohl nicht geschrieben?
Oder?
Wenn ich ehrlich bin.
Meine Liste der zu Verzeihenden.
Die wirst du nicht wirklich ändern.
Nur dass dein Name jetzt auch noch drauf kommt.
So lange ist sie nicht.
Diese Liste.
Aber dafür ehrlich.
Und ohne guten Grund.
Steht niemand oben…
Bist du eigentlich ein Gutmensch?
So nennt man das doch…
Du weißt was ich meine?
Noblen Herzens.
Und voller schöner Motive…
Aber wenn du das behauptest.
Ich glaube es dir nicht.
Nicht im Geringsten.
Da gibt es sicher versteckte Motive.
Eigennützig.
Und vielleicht komme ich an dich heran.
Dadurch.
Hinter deine Fassade.
Und an deinen Namen…
Noch was.
Hüte dich vor mir.
Im eigenen Interesse.
Ich bin ein schwarzer Engel.
Schon mancher wollte mich bezwingen.
Schon mancher wollte mich bekehren.
Ich habe sie alle überstanden…
Vivienne/Gedankensplitter