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16.07.2005, © Vivienne
Begegnung mit der Vergangenheit
Du rufst mich an, als ob nichts wär,
mir fällt das Reden ziemlich schwer.
Dann leg ich auf, ich will jetzt nicht.
Tränen rollen über mein Gesicht.
Nein, du warst einmal nicht irgendwer.
Ich will dich trotzdem nicht mehr sehn,
die Zeit mit dir sie war nicht schön.
Mit Lügen hast du intrigiert.
Ich habe mich in dir geirrt.
Du willst das aber nicht verstehn.
Große Reden schwingst du wieder,
tust auch so zahm und brav und bieder.
Nicht mehr mit mir! hast du gehört?
Nicht einmal mehr für einen Flirt.
Du belügst mich sicher nicht mehr wieder!
Das Handy läutet, und du bist dran.
Ein Mann, der ein Nein nicht akzeptieren kann.
Brauchst du Geld? so frag ich mich.
Es gibt einen Grund, ganz sicherlich.
Und deshalb rufst du wieder bei mir an.
Zeit heilt alle Wunden! meinst du.
Doch ich sag: Lass mich einfach nur in Ruh!
Ich heb nicht ab, ich lass dich warten.
Ich habe jetzt die besseren Karten.
Warum probierst du es bei mir partout?
Geben die anderen nichts mehr her?
Und Skrupeln hast du keine mehr.
Du hast kein Rückgrad, das ist klar.
Was du sagst, ist gar nichts wahr.
Ich schenke dir ganz einfach kein Gehör!
Denn für dich grade stehn musste ich,
Die Kränkung war ganz fürchterlich.
Ich wollte sterben, das war schlimm,
im übelsten Schlammassel drin.
Vergeben werde ich das nicht.
Drum ruf mich ruhig an, es ist egal.
Für mich ist das ja keine Qual.
Einmal wirst auch du es begreifen:
Das durftest du dir niemals leisten.
Du bist nicht einmal mehr die zweite Wahl!
Vivienne/Gedankensplitter
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