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31.10.2005, © Vivienne

Die Macht der Sterne

 Mein Bruder lag mir oft in den Ohren!
Wie kannst du dich nur so verbohren
In die Welt der Astrologie?
Was die sagt, passiert doch nie!

Und ich lächle vor mich hin.
Streiten hat doch keinen Sinn.
Lasse meinen Bruder reden!
Ich kann es ihm zwar nicht belegen,

und doch: Es ist was an ihr dran,
das man doch nicht beweisen kann!
Und wer will, soll davon nehmen!
Ich muss mich nicht dazu bequemen

und viel und lang und breit bekehren!
Ich kann mich schon der Spötter wehren.
Und viele kommen doch zu mir
Sag, wie steht die Venus mir?

Lacht mir bald der Liebe Glück?
Kommt der geliebte Mann zurück
Oder dauert es noch seine Zeit,
bis mir einer Rosen streut…?

Mancher fragt: Was soll ich tun?
Ich komme doch vor Sorgen um!
Sicher kann ich gar nichts sagen.
Denn was uns die Sterne sagen,

Das zwingt uns nicht, es kann zwar sein,
und muss doch nicht zwingend sein.
Jeder ist seines Glückes Schmied,
weiß der, der seine Kraft auch sieht.

Ich hab mein Leben in der Hand!
Blick nicht in die Stern’ gebannt!
Doch manchmal sind schon geneigter,
und dann wird auch vieles leichter.

Nun fragt mich mein Bruder gerne:
Ach, was sagen meine Sterne?
Soll ich vielleicht im Lotto spielen,
um einen Sechser zu erzielen?

Oder lacht die Liebe mir?
Die Blonde gefällt ja nicht nur mir!
Glaubst du, könnte sie mich lieben?
Ich will sie ja schon lange kriegen!

Ich sag ihm dies, ich sag ihm das.
In die Sterne sehen, macht mir Spaß!
Muss nur die richtigen Worte wählen,
um niemanden mit Furcht zu quälen…

Vivienne/Gedankensplitter

 

 

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