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12.06.2005, © Vivienne
Ich nehm Rache an dir
Du hast dir schon was geleistet.
Auch jetzt noch nach Jahren bleibt kein anderes Fazit.
Und ich fiel auf dich herein.
Charakterlos bist du.
Und feig.
Du bist einfach davongelaufen.
Du flohst, als es hieß:
Farbe bekennen.
Am liebsten hätte ich dir das Genick gebrochen.
Zuerst weinte ich noch.
Viele, bittere Tränen.
Selbstmitleid.
Aber mir wurde schließlich klar.
Das bist du nicht Wert!
Niemals.
Und nicht eine Sekunde.
Schließlich wurde mein Hass übermächtig.
Du warst nicht greifbar.
Du hast dich versteckt.
Vor mir.
Und vor allem vor den Konsequenzen deines Tuns.
Verdorben bis ins Mark.
Nun denn.
Ein glückliches Händchen hatte ich nie was Männer betrifft.
Aber du bist schon ein besonders verkommenes Subjekt.
So harmlos.
So nett.
Aber nur nach außen.
Nun warst du mein Feindbild geworden.
Und meine Wut war grenzenlos.
Es ging nicht so sehr darum, dass du mich nicht geliebt hast.
Wohl eher darum, warum du mir etwas vorgemacht hast.
Und da steht wohl fest.
Du hast mich gebraucht.
Du hast mich ausgenutzt.
Du hast mich für dich arbeiten lassen.
Bisweilen schon unverschämt frech.
Wie oft hast du gejammert!
Leicht hättest du es nie gehabt in deinem Leben!
Daher nahmst du dir wohl auch das Recht selber gewissenlos zu agieren.
Wenn sich schon die Gelegenheit bietet
Und ich war dumm genug
Ich ließ mich von deiner Larve täuschen.
Das Gefühl der Ohnmacht war furchtbar!
Mich nicht rächen zu können
Das Gefühl lähmte mich fast.
Und bisweilen hasste ich mich selbst.
Dafür, dass ich dich einmal zu lieben glaubte.
Die Zeit verging.
Manchmal machte mich die kalte Wut fast krank.
Ich verkroch mich.
Um meinen Schmerz zu pflegen.
Und mein Selbstmitleid.
Aber ich bin auch gereift.
Ich merkte es nicht gleich.
Die Vorsehung gab mir ein besonderes Instrument in die Hand.
Ein besonderes Instrument der Rache:
Mein Talent zu schreiben.
Und es wuchs in mir.
Wie ein reife, pralle Frucht.
Nun habe ich mich an dir gerächt.
Schon unzählige Male.
Mit Spott und mit Häme.
Und mit Fakten, die kein gutes Licht auf dich werfen.
Wenn ich unsere Seite so durchsehe.
In manchem Beitrag habe ich dich verewigt.
Und in keinem kamst du gut weg.
Am Anfang habe ich mich darüber nicht viel freuen können.
Eher schrieb ich mir den Frust von der Seele.
Aber nach und nach kam die tiefe Befriedigung über mich.
Und ich erinnere mich.
Du hast meine Schreibkunst immer belächelt.
Aber du hast doch so manches Mal darauf gedrungen.
Hier verewigt zu werden.
Aus Geltungssucht.
Im Laufe der Jahre habe ich dir diesen Wunsch erfüllt.
Vielfach.
Allerdings anders als du dir erträumt hast.
Ganz anders
Was ich geschrieben habe über dich
Das gefällt dir sicher nicht.
Das weiß ich ganz genau.
Aber du hast es nicht anders verdient.
Meine Schreibe kann eine furchtbare Waffe sein.
Tödlicher als ein Gewehr.
Spitzer als ein Dolch.
Giftiger als eine toxische Pflanze.
Also
Beschwer dich nicht.
Vivienne/Gedankensplitter
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