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16.11.2005, © Vivienne
Ich vertraue mich dir an
Öffne deine Hände.
Zeig mir deine Handflächen.
So, dass ich sie genau sehen kann.
Ich bin bereit für dich.
Nimm mich an.
Ganz, so wie ich bin.
Ich gebe mich dir.
Körperlich.
Und Seelisch.
Ganz und gar.
Ich tue, was ich nie mehr tun wollte.
Nie mehr.
Aus Angst.
Enttäuscht zu werden.
Verletzt zu werden.
Aus Angst vor Kummer und Tränen.
Und doch.
Bei dir will ich es noch einmal wagen.
Ich vertraue mich dir an.
Ohne Wenn und Aber.
Ich lege mich ganz in dich.
Wissend, wie verletzbar ich jetzt bin
Weiß du es auch?
Ich hoffe es.
Wie eine Katze auf den Rücken rollt.
Und ihren Bauch zeigt.
Dem, den sie liebt.
So öffne ich mich dir.
Zeigte dir mein Innerstes.
Ganz weich und zart.
Es tut weh.
Wenn du mich da hart angreifst.
Sehr weh.
Aber du willst doch nicht.
Dass ich weine.
Wie früher.
Du willst nicht.
Dass ich wieder unglücklich bin.
Du siehst mich an.
Mit deinen wunderschönen, schillernden Augen.
In dieser Farbe.
Die ich nicht beschreiben kann.
Du sagst kein Wort.
Aber deine Hände sind geöffnet.
Und schließlich hältst du sie direkt vor mich hin.
Vor meine Augen.
Du lächelst ganz sanft.
Siehst du meine Hände?
Auch sie offenbaren mein Innerstes.
Meine verletzbare Seite.
Ich zeige sie dir.
Mehr als das.
Ich schenke sie dir.
Wie ich mich dir schenke.
Und ich bitte dich.
So wie du mich bittest.
Verletzte mich nicht!
Tritt mich nicht mit Füßen!
Der ich dir meine Geheimnisse zu Füßen lege.
Und damit gleichsam mich selbst.
Liebstes.
Auch ich fürchte mich.
Auch wenn ich es verstecke.
Auch ich habe Angst.
Bisweilen.
Meine Erinnerung quält mich noch.
Alte Wunden reißen auf.
Aber wem vertrauen?
Wenn nicht dir?
Vivienne/Gedankensplitter
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