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02.11.2005, © Vivienne
Verzweiflung des Lebens
Mein Tagebuch, März 2002
Wie
kann ich
noch an das Leben glauben,
an die Hoffnung
und das Glück?
Ich sehne mich nach
Liebe,
so sehr,
und habe so viel zu geben,
aus einem übervollen Herzen.
Doch niemand,
niemand
will mich,
niemand
blickt in mich.
Man nimmt nur alles,
was ich zugeben habe,
und bietet mir
nichts,
das mit Liebe zu tun hat.
Wer hasst mich so?
Bin ich verflucht?
Keiner ist ehrlich zu mir!
Und keiner bekennt mir
offen,
was er denkt,
was er fühlt.
Ich ernte nur
Schweigen.
Schweigen,
beredter
als viele Worte.
Als ein langer Brief.
Schweigen ist Lüge.
Schweigen ist Feigheit.
Schweigen ist Verachtung.
Schweigen ist eine Lawine,
die alles niedermäht.
Schweigend.
Was einmal gewesen,
Was hätte sein können.
Und noch viel mehr.
Ich
habe viel gesehen,
und noch mehr gespürt.
Doch
nichts warnte mich
vor denen die mich traten,
weniger mit Worten,
weniger mit Taten,
sondern mit Schweigen.
Ich habe geliebt.
So sehr ich nur konnte.
Aber soll ich noch einmal?
Ich habe Angst.
Große Angst.
Besser allein?
Besser für mich?
Nur nie mehr die Schmerzen.
Nur nie mehr Verrat.
Eine Mauer um mich.
Wer reicht mir die Hand?
Und meint nur mich?
Vivienne/Gedankensplitter
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