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31.12.2005, © Vivienne
Wenn du gehst
Wenn du gehst, dann geh doch gleich!
Glaub nicht, ich werde doch noch weich,
und traue deinen falschen Tränen!
Ich halt auch nichts von deinen Plänen!
Ich hab genug jetzt, sieh es doch ein!
Will nicht mehr dein Wasserträger sein.
Dir Kastanien aus dem Feuer holen.
Was grinst du jetzt so unverhohlen?
Ja, ich habe dich doch durchschaut.
Hab leider viel zu lang auf dich gebaut.
Mein Lieber, der Spaß ist jetzt vorbei,
Bemüh dich nicht, denn gar so treu
kannst du doch gar nicht mehr erscheinen!
Mich wirst du sicher nicht mehr leimen!
Dein Blick wird kalt, ich versteh das schon.
Meine Worte sind doch glatter Hohn
in deinen Ohren. Du bist jetzt platt!
Das Spiel ist aus, ich sag Schach matt!
Mein Lieber, worauf wartest du?
Geh jetzt, die Tür schließ ganz fest zu!
Ich möchte dich nicht wieder sehen!
Versuch nicht mir zu widerstehen
Ich kann sehr laut sein, weiß du noch?
Wenn du nicht gehst, dann helf dir Gott!
Verlegen blickst du jetzt zu Boden.
Das wirkte früher, ungelogen.
Das Maß ist voll, lüg mich nicht an!
Pack deinen Mantel, geh doch, Mann!
Du gehst, sagst du und grinst mich lässig an.
Du glaubst, dass ich nicht ohne dich leben kann!
Fein, dann träum doch, aber nicht hier!
Ich werfe dich nämlich aus der Tür.
Jetzt bist du weg, ich atme schwer.
Mir kommt vor, als ob ich doch noch hör
So lang habe ich mir dir gelebt!
Ob das Gefühl in mir vergeht?
Von R.Z. an G.H.
Vivienne/Gedankensplitter
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