Der ausgeträumte Traum – Gedankensplitter

Ich hab’ mich von einem Traum getrennt,
in den ich mich sehr lang verrennt…
Er war sehr bitter, doch auch süß,
aber auch vergeblich, das gewiss…

Die Trennung schmerzte, sie tat weh…
Und so, wie ich es heute seh’,
hab ich die Zeit des Traums gebraucht,
bis alte Wunden sind verraucht…

Wehmütig denke ich von Zeit zu Zeit zurück
Ich hoffte auf das große Glück,
das dennoch keine Chance hatte –
stand ich doch für ihn nie zur Debatte.

Ich wollte nach den Sternen greifen,
ich wollt’ die Wahrheit nicht begreifen,
die so offensichtlich vor mir lag,
auf die ich trotzdem gar nichts gab.

Ich bin gestrauchelt, stürzte nicht,
die Welt hat doch ein andres Gesicht.
Die Illusion, sie wurde mir geraubt –
Ich hab mit ihm auf Sand gebaut,

und wollte das auch ganz unbewusst –
auf meiner Seele lag so viel Frust.
Ich war für jemand noch nicht bereit,
der meine Liebe – ganz hoch erfreut,

erwidert hätte – voll Gefühl und Wärme!
Schön, dass ich das endlich lerne,
begreife, was in mir geschehen war…
Ich denke, ich sehe nun endlich klar!

Soll ich ihn hassen? Ich sag nein!
Es sollte nun einmal nicht sein,
und wenn ich weitergeh’ ganz offen,
dann kann ich auch ganz sicher hoffen!

Er, er ist sicher nicht der letzte Mann,
in den ich mich verlieben kann.
Ich geh meinen Weg ein neues Stück
und blicke nicht mehr darauf zurück,

was ich gehofft, was ich geträumt.
Mit ihm hab ich das nicht versäumt!
Nur weiter noch von ihm zu träumen,
würd’ ich ganz sicher bald bereuen…

Er steht links, ich bin nach rechts gegangen.
Von ihm bin ich nicht mehr gefangen.
Gut so, dass ich nun anders steh’ –
Ich seh’ ihn, und es tut nicht mehr weh…

Vivienne/Gedankensplitter

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