Manchmal werde ich wach.
Mitten in der Nacht.
Ich schrecke hoch.
Richte mich auf.
Und in meinem Kopf.
Da hämmert die Frage.
Wie wird das sein?
Wenn ich erst tot bin?
Wie fühlt sich das an?
Fühle ich überhaupt noch…?
Diese Frage.
Sie quält mich nicht immer.
Manchmal vergehen Jahre.
Manchmal denke ich nicht darüber nach.
Ich bin ruhig.
Gelassen.
Und stehe im Leben…
Aber die Ruhe.
Sie trügt.
Denn diese Frage.
Sie ist immer da.
In mir.
In uns allen.
Wir können ihr nicht entgehen.
Dieser Frage.
Die einzige Frage.
Sie trifft uns alle.
Irgendwann.
Genau wie die Antwort…
Leben und Tod.
Untrennbar verbunden.
Eines bedingt das andere.
Und doch.
Fürchten wir den Tod.
Versuchen ihm zu entfliehen.
Weil keiner begreift.
Wie unverzichtbar der Tod doch ist…
Ich weiß nicht.
Ob ich ihn jetzt fürchte.
Oder besser gesagt.
Wie sehr.
Aber als Kind hatte ich Angst.
Vor ihm.
Für meine Lieben noch mehr.
Als um mich.
Und intensiv dachte ich nach.
Über ihn.
Den Tod.
Und ich fürchtete mich so zu sterben…
So sehr.
Dass mir der Gedanke in den Schlaf folgte…
Jahre hat er mich verschont.
Bis er neulich wieder kam.
Der Gedanke an den Tod.
Und ich erschrak.
Über ihn.
Und über mich.
War ich nicht darüber hinweg?
Längst?
Mit Hilfe der Esoterik?
Hatte ich nicht einen Anker gefunden?
Im Tod?
Der direkt wieder ins Leben führte?
Aber sicher!
Als ich nachdachte.
Wo ich den Grund finde.
Für die plötzliche Rückkehr.
Da wurde mir bewusst.
Die letzten Monate.
Sie waren oft nicht leicht.
Sie trafen mich in der Seele…
Depression.
Auch wenn ich sie gerne verdränge.
Viel lieber noch als den Gedanken an den Tod.
So ist sie noch viel hartnäckiger.
Sie verschafft sich ihr Recht.
Eben auch auf diese Weise…
Depression.
Der wahre Tod im Leben.
Der die Freude tötet.
Und einen schwarzen Mantel breitet.
Über mein Lachen.
Depression.
Ein furchtbarer Gegner…
Vivienne/Gedankensplitter