Ein Frühlingstag – Gedankensplitter

Was ist das für ein herrlicher Frühlingstag!
Als ich ganz verträumt in der Sonne noch lag,
summten die Bienen um mich herum.
Und ich fühlte mich unglaublich jung…

Der Tag, er steigt vor den Augen mir auf.
Und noch einmal nimmt er in mir seinen Lauf.
Spür’ wieder die Sonne und freu mich am Grün,
und an den Vögeln, die ihre Kreise hoch zieh’n…

Gänseblümchen – so weit das Auge reicht!
Ich liege hier im Gras ganz weich,
fast wie im schönsten Himmelbett.
Nur die Blumen um mich – die sind auch echt!

Ich zähle die Bäume, die herrlich blühen.
Der Himmel ist blau, keine Wolken zu sehen.
Ich atme die Luft, sie ist würzig und lind.
Ich schließe die Augen und träum’ wie ein Kind.

Gern ging’ ich barfuß über die Wiese dahin.
Fast möchte’ ich schon laufen und sehen wer gewinnt.
Bin ich’s oder der Frühling? Lasst uns mal sehen.
Ich stehe wieder auf und fang an zu gehen…

Was für ein Ostern! Das Leben scheint leicht.
Und dieser Tag ist der beste Beweis…
Jetzt möchte’ ich nicht denken, ich will meine Ruh’.
Ich setze mich hin und zieh aus die Schuh’…

Die Gräser zu spüren, fast kitzelnd, bringt Spaß!
Auf samtigem Boden, ich mach keine Rast.
Von der Sonne gestreichelt, von der Freiheit geküsst.
Nie hätt’ ich geahnt, wie berauschend das ist.

Ich trinke die Luft, fast wie sprudelnden Sekt!
Ich habe das Leben für mich neu entdeckt.
So frei war ich lang’ nicht, und der Frühling ist mein!
Ich würde so gern stets so unbeschwert sein.

Ein Schmetterling flattert, ich blicke ihm nach.
Wie lange lief ich einem Menschen stur nach,
dem so gar nichts an mir lag? Ich kann’s nicht versteh’n,
doch heut’ kann viel leichter die Zukunft ich seh’n…

Es wird richtig heiß heut, mir wird’s fast zu warm.
Geh langsam zurück, zieh die Schuh’ wieder an.
Grüß noch einmal die Sonne, dann geh’ ich ins Haus.
Den Frühling in mir lass’ ich nicht mehr aus!

Vivienne/Gedankensplitter

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